Banken helfen Borders

Viel ist in den letzten Wochen in den USA über die Zukunft der Borders Group bis hin zum drohenden Konkurs spekuliert worden, doch seit heute sieht die Welt am Firmensitz in Ann Arbor/Michigan wieder rosiger aus: Die Banken haben eine Kehrtwende gemacht und dem zweitgrößten US-Buchhändler (hinter Barnes & Noble) mit einem Sofortkredit über 90 Mio Dollar und einer um 700 Mio Dollar erweiterten Kreditlinie überraschend unter die Arme gegriffen.

(Überlebens)wichtig für Borders sind beide Finanzdeals, ganz besonders jedoch der Sofortkredit. Er ist der „Rettungsanker“, mit dem die Geldinstitute die drohende Insolvenz abgewendet haben: Am heutigen 1. April hätte Borders trotz leerer Kassen 42,5 Mio Dollar zurückzahlen müssen, die Hauptaktionär William Ackman – er hält über seine Private-Equity-Firma Pershing Square Capital Management 28,9% des Aktienkapitals – im Herbst 2008 kurzfristig zur Verfügung gestellt hatte, als die Buchkette zum ersten Mal in finanzielle Schräglage geraten war.
Einmal hatte Ackman die Fälligkeit bereits verlängert, ob er noch ein zweites Mal dazu bereit gewesen wäre, erscheint angesichts der jüngsten Entwicklung eher unwahrscheinlich. Fest steht, dass er sich sein Entgegenkommen teuer hat bezahlen lassen – u.a. mit erheblicher Einflussnahme im Konzern. So haben Mike Edwards, der seit Januar als Interims-CEO für Borders verantwortlich ist, und Finanzchef Mark Bierley die Chance genutzt, ohne zusätzlichen Druck durch den Hauptinvestor ein Sanierungskonzept zu realisieren, an dem die beiden seit einigen Monaten arbeiten.
Der Handlungsbedarf ist groß. Der gestern am späten Abend zeitgleich mit dem Finanzdeal veröffentlichte Geschäftsbericht weist für 2009 einen Umsatzrückgang um 13,8% auf 2,82 Mrd Dollar aus. Unter dem Strich wurden Verluste in Höhe von 110,2 Mio Dollar eingefahren. Im Vergleich zu den 184,7 Mio Dollar, die 2008 fehlten, war das jedoch schon eine deutliche Verbesserung.

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