Überbleibsel von der Leipziger Buchmesse


Nahtoderlebnisse und Jenseitsvorstellungen: Auf der Leipziger Buchmesse macht sich die Branche in der Medienrevolution Sorgen, setzt auf Glaube, Liebe und Hoffnung. Die „FAZ“ berichtet von allerlei spirituellen Erfahrungen, die „SZ“ sieht allerlei Märchenhaftes „auf der anderen Seite der Spiegel“. Die „NZZ“ urteilt, dass die Krise der Leipziger Buchmesse einen sanften Aussteller-Schwund und einen Themenschwerpunkt beschert habe, sich als Lesefest aber in unveränderter Stärke zeige. Der „Tagesspiegel“ schreibt darüber, was den Charme der Veranstaltung ausmacht. Die „taz“ sieht das Buchmessengefühl vor allem bestimmt durch eine Gleichzeitigkeit des eigentlich Getrennten, durch ein Nebeneinander dessen, was sonst nicht zusammengehöre. Und das erzähle vielleicht viel mehr über die Literatur und die Bücher, als es die offizielle Berichterstattung tue. Die „Welt“ sieht im Rückblick ein literarisches Volksfest, aber auch die vage Angst vor dem elektronischen Buchersatz. Schon der übernächste literarische Grottenolm könne als Datensatz durchs Dorf gejagt werden.
„FAZ“ (S. 27), „SZ“ (S. 11), fr-online.de, nzz.ch, tagesspiegel.de, taz.de, welt.de

BÜCHER & AUTOREN


Leonardo Padura Fuentes: Der 55-jährige Autor ist Kubas international populärster Schriftsteller, der sich mit seinen Krimis aus der kubanischen Realität einen Namen gemacht hat. Er gilt als genauer Beobachter des gesellschaftlichen Wandels auf der Insel.
nzz.ch

Günter Grass: Der Literaturnobelpreisträger hat dem ehemaligen DDR-Schriftstellerverband ein „einziges Versagen“ vorgeworfen. Die Bevölkerung seie weiter als der Verband gewesen.
„SZ“ (S. 14)

Eckhart von Hirschhausen: Die „SZ“ wollte eine Geschichte über einen der beliebtesten und erfolgreichsten Autoren und Unterhalter der deutschen Kulturszene machen. Nur kam kein Gespräch zustande. Also macht sie eine Geschichte über die Gründe, wieso kein Gespräch zustandekam und nennt sie „Angst und Wahn“.
„SZ“ (S. 3)

Ljudmila Ulitzkaja/Michail Chodorkowski: Der im sibirischen Gefängnis sitzende russische Oligarch Michail Chodorkowski macht sich im Austausch mit den Schriftstellern Boris Strugazki, Boris Akunin und Ljudmila Ulitzkaja Sorgen um die Zukunft Russlands. Der Briefwechsel mit Ulitzkaja ist jetzt auch auf Deutsch erhältlich.
nzz.ch

MEDIEN & MÄRKTE


Demand Media: Täglich überschwemmt seine Firma Demand Media das Internet mit Tausenden Texten und Filmen. Jetzt beliefern Richard Rosenblatts Billigschreiber erstmals auch die Verlage. Die „FTD“ besucht den „Totengräber des Journalismus“.
„FTD“ (S. 23)

Einzelhandel I: In der deutschen Warenhauslandschaft könnte ein deutscher Großkonzern entstehen. Angeblich gibt es Investoren, die sowohl die Karstadt-Kette übernehmen wollen, als auch in Verhandlungen mit Metro über die Kaufhof-Warenhäuser stehen. Verschiedene weitere Optionen sind im Gespräch.
„FAZ“ (S. 17), „SZ“ (S. 17), „FTD“ (S. 3)

Einzelhandel II: Die Schwellenmärkte klettern an die Spitze der Rangliste der größten Lebensmittelmärkte der Welt. Im Jahr 2013 sollen sie die Nummer eins und drei sein. Erstmals hat der deutsche Handelskonzern Metro AG im vergangenen Jahr mehr Märkte in Asien eröffnet als in Europa.
„FAZ“ (S. 19)

Einzelhandel III: Das Hollywoodstudio Dreamworks Animation und die weltgrößte Handelskette Wal-Mart wollen im Milliardengeschäft mit Fanartikeln in eine neue Dimension vorstoßen. Beide Konzerne haben einen Exklusivvertrag über das Merchandising zum lang erwarteten Dreamworks-Werk „How to TrainYour Dragon“ abgeschlossen.
„FTD“ (S. 7)

SZENE


Lit.Cologne: Auch die zehnte Lit.Cologne war nach Meinung der „FAZ“ ein voller Erfolg. Die Veranstalter hätten einfach nur jene Autoren eingeladen, auf die sie neugierig waren. Die „SZ“ schreibt über „Literatur zum Mittanzen“.
„FAZ“ (S. 29), „SZ“ (S. 14)

Leipziger Buchmesse: Nachdem Kroatien 2008 Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse war, ist die Besuchermesse zu einem echten Forum der „südosteuropäischen“ und „postjugoslawischen“ Literatur geworden, wie die „taz“ feststellt. Die „Welt“ analysiert zeitgleich, wieso es osteuropäische Bestseller in Westeuropa schwer haben.
taz.de, welt.de

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