Kampfansage aus Hagen

Ein halbes Jahr, nachdem die SZ mit einer kritischen Thalia-Analyse Gesprächsimpulse auf der Frankfurter Buchmesse gab (hier mehr), sorgt jetzt ein Interview mit Thalia-Chef Michael Busch kurz vor der Leipziger Messe für Aufsehen. Darin kündigt Busch E-Book-Eigenproduktionen an.

Auf die Frage der Wirtschaftswoche, wann Thalia wie Rewe oder die klassischen Buchclubs Bücher als preiswerte Eigenmarke auf den Markt bringen werde, erklärt Busch:

„Wir sind und bleiben in erster Linie Buchhändler und keine Verleger. Jedoch denken wir im Bereich digitaler Bücher darüber nach, neben Verlagskooperationen auch auf Eigenproduktion zu setzen, um das Angebot an digitalen Buchinhalten für unsere Kunden zu erhöhen; die Entwicklung auf Verlagsseite ist noch deutlich zu langsam.“

Neben der E-Ankündigung beschreibt Busch in dem Interview seine Ideen, wie Thalia den stationären und Onlinebuchhandel zusammenführen will – u.a. mit User Generated Content. Nach Einschätzung der Buchhändlerin und buchreport-Bloggerin Susanne Martin hat Thalia dabei allerdings gegenüber den unabhängigen Buchhandlungen Nachteile.

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