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Gute Bilanz zur Buchmesse Abu Dhabi

Abu Dhabi: Tor zur arabischen Verlagswelt
840 Aussteller aus 63 Ländern präsentierten sich auf der Buchmesse
 
Frankfurt, 8.3.2010 – Erfolg auf ganzer Linie: Ein Ausstellerplus von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr konnte die Abu Dhabi International Book Fair (ADIBF) 2010 verbuchen, die gestern nach sechs Messetagen zu Ende ging. Insgesamt präsentierten sich 840 Aussteller aus 63 Ländern in den ausverkauften Messehallen. „Wir mussten deshalb die Flächen für unsere eigenen Stände wie beispielsweise das KITAB-Sofa auf ein Minimum reduzieren“, sagt Monika Krauss, Geschäftsführerin von KITAB. Das Joint Venture der Frankfurter Buchmesse und der Kulturbehörde Abu Dhabis, der Abu Dhabi Authority for Culture and Heritage (ADACH), richtet die Buchmesse am Persischen Golf aus. „Das große Interesse und die enorme Präsenz von Fachbesuchern zeigen uns, dass es sich viele Aussteller schon jetzt nicht mehr leisten wollen, Abu Dhabi fernzubleiben“, sagt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse. „KITAB hat es innerhalb sehr kurzer Zeit geschafft, ein Einfallstor in die arabische Verlagswelt zu öffnen. Wir laden die deutschen Verleger und Agenten dazu ein, diesen neuen Markt mit seinem großen Potenzial zu betreten.“
 
Spotlight on Rights: Fokus auf dem Handel mit Rechten und Lizenzen
 
Der Fokus der Messe lag in diesem Jahr noch stärker auf dem Rechte- und Lizenzhandel sowie auf den Themen Copyright und Piraterie. So fand im Vorfeld der Messe das zweitägige Copyright-Symposium der International Publishers Association IPA statt, bei dem Experten aus aller Welt die Themen Urheberrecht und Urheberschutz aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten.
 
Die Initiative Spotlight on Rights, die im vergangenen Jahr gestartet wurde und die Lizenzabschlüsse für Titel aus dem oder ins Arabische mit Zuschüssen von jeweils 1.000 US-Dollar fördert, wurde in diesem Jahr fortgesetzt. „Durch das ‚Spotlights on Rights’-Programm haben wir einen regelrechten Schub bei den Vertragsabschlüssen erfahren, so dass wir im vergangenen Jahr acht Verträge mit libanesischen Verlegern abschließen konnten“ so Ines Killat vom deutschen Verlag wissenmedia. “Wir sind seit drei Jahren hier auf der ADIBF und stellen erfreut fest, dass wir unsere Geschäfte und unser Kontakt-Netzwerk seither laufend ausbauen konnten, gerade auch, weil unser Kinderlexikon-Programm hier auf riesiges Interesse stößt.“ Insgesamt wurden in diesem Jahr bei Spotlight on Rights 223 Anträge auf Förderung unterzeichnet.
 
Das umfangreiche Professional Programme hielt viele Höhepunkt bereit: So diskutierten internationale Experten und prominente Persönlichkeiten der Literaturszene beispielsweise die Besonderheiten der arabischen Verlagswelt, zeigten die Chancen der Arbeit von und mit literarischen Agenten auf oder stellten neue Geschäftsmodelle für den Bildungsverlagssektor vor. Besonders gut besucht waren die Matchmakings für internationale und arabische Verleger, bei denen schnell neue Kontakte geknüpft wurden. „Viele Verlage in Europa und den USA haben noch gar nicht realisiert, wie groß das Interesse der arabischen Kollegen an einem literarischen Austausch und dem Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen tatsächlich ist und vor allem, wie viel ‚unbearbeitetes Gebiet’ sich hier noch entwickeln lässt“, schätzt Mark Linz von der American University in Cairo Press. Außerdem Teil des Fachprogramms: die „eZone“ – ein neuer Bereich, in dem Anbieter digitaler Produkte und Dienstleistungen ihre Produkte vorstellen und auch sofort vermarkten konnten.
 
Raum für neue Projekt und Innovationen
 
Im kommenden Jahr sind weitere Neuerungen geplant, etwa der Ausbau der Bereiche E-Business oder Kinder- und Schulbuchliteratur. Möglicherweise wird KITAB der riesigen Nachfrage nach Kinderliteratur sogar mit einer eigenen Kinderbuchmesse begegnen. Ins Auge gefasst ist zudem die Eröffnung eines Literaturhauses mit einem ganzjährigen literarischen Programm und zahlreichen kulturellen Begegnungen. Dazu Monika Krauss: „Wir freuen uns sehr über die Offenheit, mit der die Institutionen hier vor Ort Ideen und innovative Projekte unterstützen und begleiten.“
 
Der arabische Sprachraum mit seinen rund 100 Millionen potentiellen Lesern ist bisher nur wenig für die internationale Buchbranche erschlossen. Zu dem Kulturraum zählen 22 Länder, darunter Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Die Emirate zählen weltweit zu den Staaten mit der höchsten Kaufkraft und sind der größte deutsche Exportmarkt in der Region. Da rund ein Viertel der Bevölkerung in den Emiraten unter 14 Jahren alt ist, investiert die Regierung einen großen Teil des Staatshaushalts in die Bildung. Daher ist der Markt besonders für Bildungsanbieter interessant. Abu Dhabi als multikulturelle Hauptstadt der VAE hat sich zum Ziel gesetzt, Drehscheibe für die internationale und arabische Verlagsbranche in der arabischen Welt zu werden.
 
Im kommenden Jahr findet die Abu Dhabi International Book Fair vom 22. bis 27. März statt.

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