Die Unbezwingbarkeit der Seele


Der englische Poet William Ernest Henley ist Urheber eines Gedichts mit dem Titel „Invictus“, das von Morgan Freeman (in der Figur des Nelson Mandela) im gleichnamigen Film von Regisseur Clint Eastwood zitiert wird und diesen wie ein roter Faden durchzieht. Es handele sich um einen schwermütigen Sechzehnzeiler, urteilt die „FAZ“, voll Pathos und durchaus von Wucht. Grundiert von einem düsteren Fatalismus, lehne er sich heroisch gegen fortgesetzte Duldung aller Schrecken auf und künde von der Unbesiegbarkeit der Seele. Doch das Gedicht sei nicht nur von Visionär Mandela genutzt worden, sondern auch vom Oklahoma-Bomber Timothy McVeigh; die Kunde von der Unbezwingbarkeit der Seele sollte vor seiner Hinrichtung die letzte Botschaft an die Nachwelt sein. Autor Henley ist fast vergessen. Ihm wurde als Kind das linke Bein vom Knie abwärts amputiert, zwanzig Jahre später lehnt er sich auf, als das rechte Bein wegen Knochentuberkulose folgen soll. Er habe nach langjähriger Behandlung von diversen schriftstellerischen Tätigkeiten gelebt und sei literarischer Entdecker von Rudyard Kipling. Robert Louis Stevenson habe ihm in „Die Schatzinsel“ mit der Figur des Long John Silver ein Denkmal gesetzt.
„FAZ“ (S. 29)

BÜCHER & AUTOREN


Hergé: Eine Original-Comic-Ausgabe von Tim und Struppi aus dem Jahr 1930 hat am Sonntag in Brüssel für 28.000 Euro den Besitzer gewechselt. Bei der Versteigerung lag der Zuschlag für das Schwarz-Weiß-Heftchen „Tintin au pays des Soviets“ („Tim im Lande der Sowjets“) fast doppelt so hoch wie der Schätzpreis von 15.000 Euro.
tagessspiegel.de

MEDIEN & MÄRKTE


Einzelhandel: Karstadt-Sanierer Klaus Hubert Görg reicht Ende dieser Woche den Insolvenzplan ein und hat dabei die Mitarbeiter im Blick. Die „FTD“ fragt, ob die Schließung von lediglich 13 der 100 Filialen das Unternehmen für Investoren attraktiv genug mache.
„FTD“ (S. 25)

SZENE


Klassiker: Die öffentliche Wahrnehmung ist Geschäftsgrundlage dafür, dass der kleine Kanon der Weltliteratur immer wieder und immer weiter gelesen wird. Eine Tagung in Berlin beschäftigt sich damit, wie man Klassiker übersetzt.
„SZ“ (S. 14)

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