Vorfreude auf das iPad

Die Presse beschäftigt sich weiter mit dem iPad von Apple. Das Gerät sorge bei den Verlagen für Zuversicht, berichtet das „Handelsblatt“. Zeitschriften-, Zeitungsverleger und Buchverlage würden Chancen sehen, mit Hilfe des Tablet-Computers im digitalen Markt neue Erlösquellen zu erschließen.
„Wir sehen, dass uns das iPad neue und interessante Möglichkeiten eröffnet, und bereiten uns seit geraumer Zeit darauf vor“, wird „Spiegel“-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron zitiert. Auch bei Axel Springer sei man optimistisch: „Das iPad ist ein gutes Produkt zu einem guten Preis, das viele Nutzer begeistern wird“, so ein Sprecher.
Der Börsenverein habe gestern euphorisch reagiert. Er wolle künstliche Barrieren bei der Vermarktung von E-Books verhindern. Nur der Wettbewerb vieler Verlage und Handelspartner sichere die kulturelle Vielfalt des Buchmarkts.

In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ beschäftigt das iPad mehrere Ressorts: Im Wirtschaftsteil schreibt Hannes Hintermeier über die Belebung auf dem E-Book-Markt. Rüdiger Salat, beim Stuttgarter Holtzbrinck-Konzern für die Publikumsverlage zuständig (Rowohlt, S. Fischer, Kiepenheuer & Witsch, Macmillan u. a.), freue sich auf das iPad, heißt es. Technisch sei man vorbereitet. Wenn man sich vertraglich geeinigt habe, könne „Apple in zwei Monaten alle unsere Bücher haben“. Das E-Book werde deutlich attraktiver werden, Rüdiger Salat hätte das neue Gerät „lieber heute als morgen“.
Auf der „Medien“-Seite urteilt Ibrahim Evsan, Experte für Social Media: „Die Digitalisierung von Büchern durch Google gibt im Vergleich zu den mit dem iPad verbundenen Entwicklungen nur einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet.“ Jetzt gehe es einer digitalen Supermacht nicht mehr um das fertige Produkt. Jetzt gehe es um alle gedruckten Medien, die sich entmaterialisiert in der digitalen Welt wieder finden. Das Feuilleton stellt dar, wie in den europäischen Ländern auf den iPad reagiert wird. Zudem liefert das Blatt ein Porträt des Briten Jonathan Ive, Designchef bei Apple.

„Handelsblatt“ (S. 23), „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 17, 31, 33, 37)
Weitere Berichte: „Financial Times Deutschland“ (S. 3, 8), tagesspiegel.de, welt.de

BÜCHER & AUTOREN

Ernst Moritz Arndt:
Zum 150. Todestag des 1769 auf Rügen geborenen Schriftstellers.
welt.de

Louis Auchincloss: Zum Tod des New Yorker Autors, der im Jahr 2006 mit dem Buch „Die Manhattan Monologe“ in Deutschland bekannt wurde.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 33), nzz.ch, welt.de

Max Brod: Im Streit um den Nachlass von Max Brod werden in Israel keine Schließfächer zwecks Inspektion und möglicherweise Kopie des darin befindlichen Materials zwangsweise geöffnet. Der District Court hat die Entscheidung des Tel Aviver Familiengericht bis auf weiteres gestoppt.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 31)

Golo Mann: Das Münchner Literaturhaus zeigt die Ausstellung aus dem Lübecker Buddenbrookhaus über Leben und Werk des Schriftstellers.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 14)

J. D. Salinger: Der Autor des Kultbuches „Der Fänger im Roggen“ ist gestorben, er wurde 91 Jahre alt.
tagesspiegel.de
Weitere Berichte: fr-online.de, nzz.ch, spiegel.de, taz.de, welt.de

Anton Pawlowitsch Tschechow: Anlässlich des 150. Gebutstags erinnert an die Erfolge des Autors
fr-online.de

Howard Zinn:  Der Autor und Historiker ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Er galt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der amerikanischen Linken.
tagesspiegel.de
Weitere Meldungen: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 34), „Süddeutsche Zeitung“ (S. 12)

MEDIEN & MÄRKTE

Spielzeug: In Deutschland wird mehr Geld für Kinderspielzeug ausgegeben. Die Marktforscher der Nürnberger NPD-Group haben errechnet, dass der Umsatz mit klassischem Spielzeug im vergangenen Jahr um 5 Prozent auf 2,41 Milliarden Euro gewachsen ist.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 18)
Zum Erfolg von Playmobil: „Handelsblatt“ (S. 28)

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