Verlage ausgebootet

Der Autor Markus Albers zeigt als erster, wie man im E-Book-Zeitalter allein veröffentlicht und Verlage fast überflüssig macht, schreibt die „Welt“. Wenn die Firma Sony heute ihren neuen E-Book-Reader ankündigt, ist das mehr als irgendein neuer Schritt im Kampf um den digitalen Lesemarkt. Das Aufregendste könnte der Inhalt des Readers sein. Denn ein Buch ist auf jedem Gerät schon gespeichert: „Meconomy“ des deutschen Sachbuchautors Markus Albers. Dieses neue Buch hat keinen Verlag. Es ist das erste deutsche Buch, das nur als E-Book erscheint und doch auf allen Vertriebswegen zu haben ist.
welt.de, buchreport.de

VERLAGE


E-Books: Carmen Balcells veröffentlicht mit ihrer Agentur E-Books, weltweit und nach den gleichen Konditionen. Gegenüber der „NZZ“ spricht sie im Interview über ihre Arbeitsweise.
nzz.ch

Suhrkamp & Co: Der Suhrkamp-Verlag hat sich nach Berlin verlegt. Ein Einzelschicksal ist das nicht, meint der „Tagesspiegel“, liefert eine kleine Literaturgeschichte des Umzugs und fragt, wo ein Verlag denn „zuhause“ sei.
tagesspiegel.de

BÜCHER & AUTOREN


Jonathan Franzen/Adam Haslett: Die beiden US-Schriftsteller im „Spiegel“-Interview über amerikanische Werte, die Präsidenten George W. Bush und Barack Obama sowie über das realistische Erzählen als eine Form des Widerstands.
„Spiegel“ (S. 108)

Yannick Haenel: Der Roman „Jan Karski“ des Autors steht in der Kritik, die von der Historikerin Annette Wieviorka und Claude Lanzmann ausgelöst wurde.
„SZ“ (S. 11)

Bernd Jentzsch: Der DDR-Dichter wurde bekannt, als er 1976 einen langen Brief an Erich Honecker schrieb, um gegen den Umgang der DDR-Mächtigen mit anderen Dichtern zu protestieren. Die „FAZ“ ehrt ihn zu seinem 70. Geburtstag.
„FAZ“ (S. 30)

Astrid Lindgren: Die Erben der schwedischen Schriftstellerin wollen einen Vergnügungspark in Vimmerby kaufen, der Heimatstadt von Lindgren. Das Ansinnen hat einen hässlichen Streit ausgelöst, und die Nachkommen sehen sich Vorwürfen ausgesetzt, sie wollten mit Pippi, Karlsson und Ronja einen Reibach machen.
„SZ“ (S. 8)

Monika Maron: Die DDR-Schriftstellerin, 1988 in den Westen gekommen, bezieht im „Spiegel“ klar Stellung zu den jüngsten Islamdebatten.
„Spiegel“ (S. 106)

W.G. Sebald: Der 1966 nach England emigrierte Schriftsteller steht im Zentrum eines Vortrags des britischen Autors Will Self, den dieser im Londoner Kulturzentrum King’s Palace gehalten hat.
„FAZ“ (S. 28)

Anton Tschechow: Zum 150. Geburtstag des Dramatikers und Erzählers liefert der „Spiegel“ neun Gründe ihn zu lieben. Er sei heute immer noch einer der modernsten Autoren der Welt. tagesspiegel.de sieht den Autor als „Freund fürs Leben“.
„Spiegel“ (S. 104), tagesspiegel.de

ONLINE


Onlinemusikdienst: Werbefinanzierte Streaming-Dienste für Musik stoßen bei den etablierten Plattenfirmen zunehmend auf Widerstand. Reichweite ohne Geschäftsmodell ergebe keinen Sinn, so ein Sony-Verantwortlicher.
„FTD“ (S. 8)

Google: Deutsche Buchverlage erhöhen Druck auf Google.
„Handelsblatt“ (S. 33)

MEDIEN & MÄRKTE


Onlinehandel: Die Gründer von Brands4Friends freuen sich, in 2009 dreimal so viel Umsatz erzielt zu haben wie 2008. Der Shopping-Club im Internet arbeitet profitabel und verkauft Markenprodukte aus der Vorkollektion 50 bis 70 Prozent günstiger.
„FAZ“ (S. 16/25)

Verkaufsstrategie: Viele Firmen wollen die Kunden zum Kauf von Neuware zwingen, indem sie Second-Hand-Märkte eindämmen. Eine Milchmädchenrechnung, zeigen zwei Forscher.
„Handelsblatt“ (S. 21)

Einzelhandel: Die Elektrogeräte-Handelsgruppe Euronics zeigt, dass auch inhabergeführte mittelständische Händler bei einem Zusammenschluss Großkonzernen durchaus Paroli bieten können. In der Leitung des Unternehmens tobt derweil ein Kampf der Generationen, Chef Oliver Haubrich musste gehen, wie „FTD“ berichtet.
„Handelsblatt“ (S. 31), „FTD“ (S. 6)

PBS-Sortiment: Der Schreibgerätehersteller Faber-Castell will sein Premium-Geschäft ausbauen. Um sich stärker auf die Eigenmarken konzentrieren zu können, beendet Faber-Castell daher zum Jahresende 2010 den Lizenzvertrag mit Porsche Design.
„Handelsblatt“ (S. 31)

Handelsklima: Das Konsumklima kühlt sich weiter ab: Die Deutschen haben zunehmend Angst um ihren Arbeitsplatz, wie die GfK mitteilt. Der Handel hält mit kräftigen Preissenkungen dagegen.
tagesspiegel.de

Focus“-Relaunch: Seit Frühjahr war an der Weiterentwicklung des Heftes gearbeitet worden. Heute, zum 17. Geburtstag des Magazins, erscheint nun die erste inhaltlich und optisch überarbeitete Ausgabe.
tagesspiegel.de

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