Offene Rechnungen beim Riesen

Der Name Borders scheint nicht nur in Großbritannien (wo der Filialist Weihnachten die Tore dicht machte), sondern auch in den USA ein Synonym für Krise zu sein. Nachdem die Borders Group (über 1000 Filialen und 25.000 Mitarbeiter) im Weihnachtsgeschäft ein Umsatzminus von fast 14% wegstecken musste, klagen zahlreiche Verleger über die miese Zahlungsmoral des Filialisten. Besonders bei kleinere Verlage würden die Rechnungen nicht mehr pünktlich bezahlt, einige erwägten bereits den Gang zum Gericht, berichtet der „Bookseller“.

Eine Gruppe von Verlagen lasse sich juristisch von der Insolvenz-Abteilung der New Yorker Anwaltskanzlei Lowenstein Sandler beraten, die Borders Vorschläge zur Restrukturierung unterbreitet habe – noch ohne Resonanz.

Rückblick: Borders USA hatte die britische Tochter 2007 an Luke Johnson und seine Investmentfirma Risk Capital Partners verkauft. Doch nicht nur auf der Insel, sondern auch in den USA gab es danach zahlreiche Rückschläge. Auch nach dem Austausch fast des gesamten Top-Managements durch den neuen starken Mann Ron Marshall (der CEO George Jones Anfang Januar 2009 ablöste) wollte die Sanierung nicht so recht Fortschritte machen. Zum 1. August 2009 legte Marshall eine ernüchternde Zwischenbilanz vor: 1,28 Mrd Dollar Umsatz bedeuteten ein Minus von 17,7%.

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