Jochen Krisch: Im E-Commerce wieder alles möglich?

Wenn man sich bald 15 Jahre lang sehr intensiv mit medialen Verkaufskonzepten und ihren Potenzialen befasst, dann geht einem verständlicherweise vieles viel zu langsam.

Man sieht vor allem, was alles möglich wäre (und wie weit wir noch davon entfernt sind) – und übersieht dabei, dass speziell in den letzten zwei, drei Jahren enorm viel geschehen ist und ein erstes Umdenken stattgefunden hat.

Vor allem die Amerikaner sind wieder aufgewacht und jetzt heißer auf neue Konzepte. Ein US-VC, der sich stark im (Online-)Handel engagiert, meinte in der vergangenen Woche am Telefon:

„Vor drei Jahren ging noch jeder wie selbstverständlich davon aus, dass der E-Commerce-Markt weitgehend gesättigt („mature“) ist. Dann haben uns Vente-Privée, Swoopo, Groupon und andere die Augen geöffnet und gezeigt, dass auch im E-Commerce noch jede Menge Innovationspotenzial steckt.“

Und plötzlich scheint auch für die Amis wieder alles möglich im E-Commerce.

Wobei es schon kurios ist: Der Online-Handel hat heute vielleicht 15 bis 20% seines Marktpotenzials erreicht. Das heißt, 80% liegen noch brach. Da sollten doch jedem ein, zwei Ideen für noch riesige, unerschlossene Märkte einfallen.

Aber leider haben viele verlernt, in Potenzialen zu denken und auf unerschlossene Märkte zu achten, sie konzentrieren sich lieber auf bestehende Geschäftsmodelle und auf die (Fein-)Optimierung ihrer laufenden Geschäfte.

Das Exceed-Programm ist unser Sprungbrett für Leute, die es wissen wollen. Wir sind auf der Suche nach experimentierfreudigen, ambitionierten Gründern und Entrepreneuren, die wirklich etwas bewegen wollen und mit spektakulär neuen Verkaufskonzepten den (Online-)Handel aus den Angeln heben wollen.

Jochen Krisch ist Herausgeber des Weblogs Exciting Commerce, das die wichtigsten Entwicklungen im E-Commerce verfolgt.

Kommentare

1 Kommentar zu "Jochen Krisch: Im E-Commerce wieder alles möglich?"

  1. Markus Wölflick | 26. Januar 2010 um 21:33 | Antworten

    Tolle Idee mit dem Exceed-Programm. Da kann man nur gratulieren und dem Projekt viele erfolgreiche ecommerce Ableger wünschen!

    Bei unserer Mutter Holtzbrinck elab wurde mit dem Projekt http://www.guut.de auch ein start up im e-commerce Bereich auf die Beine gestellt. Viele Nutzer und auch Mitarbeiter im Haus waren fast schon süchtig nach dem täglichen Live Shopping – eben weil es auch viel Spaß macht so online zu shoppen.

    Wir von gutefrage.net sind gerade dabei mit unserem Ableger http://www.produktfrage.net das Thema Community mit e-commerce zu verbinden. Noch ist die Plattform technisch alles andere als fertig, aber schon jetzt können wir feststellen, dass viele Nutzer vor und während des Einkaufs auch jede Menge Fragen haben, bei deren Beanntwortung eine Community durchaus hilfreich sein kann. Eventuell auch ein Trend im e-commerce, auf helfenden und erklärenden Content durch Nutzer zu setzen?

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