Wenn Online schmerzt

Das stationäre Buchhandelsgeschäft stag­niert oder geht sogar zurück, die Online-Shops legen weiter kräftig zu. Mit dieser auseinandergehenden Schere beschäftigen sich jetzt immer mehr Buchhändler. Nachdem es um die Aufreger der letzten Jahre – Ausbreitung des Fi­lialbuchhandels und die damit verbundene Flächenexpansion – etwas ruhiger geworden ist, rückt der Wettbewerb mit der Online-Schiene in den Mittelpunkt und wird stärker wahrgenommen:

  • Online-Shops graben dem stationären Buchhandel immer mehr Umsätze ab, dieser Eindruck wird von vielen Standortbuchhändlern in einer aktuellen buchreport-Umfrage artikuliert.   
  • Online-Bestellungen, so die Beobachtung, nehmen selbst bei guten Kunden zu: „Wenn portofrei geliefert wird, gibt es kein Halten.“
  • Jene Kunden wanderten verstärkt ab, die bei Zielkäufen nicht sofort zum Zuge kommen: „Ach, dann lass ich es mir von Amazon zusenden…“
  • Der Online-Primus sorgt selbst dann für Ärger, wenn Kunden mit einem Ausdruck von Amazon in den Laden kommen, um vor Ort einzukaufen. Weil die Amazon-Preise nicht immer stimmen, kann der Eindruck entstehen, im Internet seien Bücher günstiger zu haben. Weil er auf diese Weise Kunden verloren hat, klagt ein norddeutscher Buchhändler gegen Amazon. Das Landgericht Hamburg hat jetzt in erster Instanz hohe Geldstrafen für den Fall weiterer Preisbindungsverstöße Amazons angedroht.

Auch sonst machen sich Sortimenter Gedanken, mit welchen Strategien sie auf Online-Abwanderung reagieren können.

Mehr zum Thema im neuen buchreport.express 3/2010, der morgen erscheint

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