Google wehrt sich endlich gegen Staatszensur

Medienthema des Tages ist der Aufstand des Internetkonzerns Google gegen die Staatszensur in China. Auslöser dieser Kehrtwende waren Hacker-Angriffen auf die Google-Mail-Accounts von Menschenrechtlern. Das US-Unternehmen erwäge nach übereinstimmenden Berichten, seine chinesischen Büros und Online-Dienste zu schließen. Grund sei die anhaltende Zensur der Suchmaschine. Zudem beklage sich der Internet-Riese, dass mehrere E-Mail-Konten von Menschenrechtsaktivisten gehackt wurden. Der Konflikt habe bereits diplomatische Kreise gezogen. In den kommenden Wochen werde Google mit der chinesischen Regierung beraten, ob und wenn ja auf welcher Grundlage eine unkontrollierte Suchmaschine im Rahmen der Gesetze betrieben werden könne. „Wir sind uns bewusst, dass das auch die Abschaltung von Google.cn und die Schließung unserer Büros in China bedeuten könnte“, erklärte der Konzern. Google betreibt die Internetseite Google.cn in chinesischer Sprache, die nach Unternehmensangaben den Gesetzen der Volksrepublik entspricht.
nzz.ch, tagesspiegel.de, spiegel.de, taz.de, welt.de

BUCHHANDEL

Dichtung und Wahrheit: Das Kulturkleinod in München schließt, weil der Vorstand der Ludwig Beck AG den Buchhandelsladen wegen „schwacher Gewinnmargen“ dem Primat der Ökonomie opfert.
„SZ“ (S. 43)

BÜCHER & AUTOREN


Goncalo Amaral: Der ehemalige Chefermittler in Sachen Maddie McCann hat seine Theorie über das Verschwinen der damals Dreijährigen in einem Buch verarbeitet, das die Eltern gerichtlich verbieten lassen wollen.
„SZ“ (S. 9)

May Ayim: Die afro-deutsche Autorin wird in Berlin-Kreuzberg mit der Bennenung einer Straße geehrt. Die „FAZ“ wundert sich über dieses Stück „linkes Biedermeier“.
FAZ“ (S. 30)

Anne Frank/Miep Gies: Auch heute erinnern deutsche Medien an die verstorbene Helferin der versteckten Familie von Anne Frank.
„FAZ“ (S. 7), „SZ“ (S. 13), fr-online.de, welt.de

Reinhold Messner: Joseph Vilsmaiers Film „Nanga Parbat“ dürfte neue Diskussionen über das auslösen, was 1970 wirklich am Himalaya-Berg geschah und in verschiedenen Büchern verarbeitet wurde.
„SZ“ (S. 11)

Sarah Palin: Die Vizepräsidentenkandidatin der Konservativen ist spätestens seit Veröffentlichung ihrer Memoiren („Going Rogue: An American Life“, Harper) Anfang November wieder obenauf, führt seitdem die Bestsellerlisten für Sachbücher an. Die deutschen Medien rätseln mit ganz Amerika, in welche Richtung sich ihre politische Karriere entwickeln soll.
„FAZ“ (S. 3), „SZ“ (S. 8)

ONLINE


Onlinebibliothek: Google hat sich bei den chinesischen Autoren, deren Bücher es ohne Erlaubnis in seine Onlinebibliothek aufgenommen hat, dafür entschuldigt, dass die bisherige „Kommunikation mit ihnen nicht gut genug“ gewesen sei, und sucht eine rechtliche Einigung.
„FAZ“ (S. 29)

Springer-Onlinearchiv: Axel Springer will am nächsten Sonntag ein Internetarchiv mit 5900 Artikeln aus der Zeit von 1966 bis 1968 öffnen. Damit möchte das Medienhaus laut Mitteilung zeigen, wie die Springer-Redaktionen über die 68er-Bewegung berichtet haben.
tagesspiegel.de, taz.de, welt.de

MEDIEN & MÄRKTE


Metro: Trotz der schwachen Entwicklung besonders in Osteuropa will der Handelskonzern im neuen Geschäftsjahr das internationale Wachstumstempo wieder erhöhen. Die Zahl der Neueröffnungen soll deutlich steigen, nachdem 2009 lediglich 80 neue Märkte weltweit eröffnet wurden. Im Fokus stehen China, Osteuropa und Ägypten. Gleichzeitig vermeldet der Konzern positive Zahlen.
„FAZ“ (S. 13), „FTD“ (S. 6), „Handelsblatt“ (S. 22)

Einzelhandel: Dem gewinnbringenden Handel mit Pflegeprodukten und Duftwässerchen, Büchern, Schmuck und Süßwaren hat auch die globale Wirtschaftskrise nicht viel anhaben können. So hat sich der Handelskonzern Douglas auch im Weihnachtsgeschäft besser geschlagen als viele Konkurrenten.
„Handelsblatt“ (S. 22)

Medienranking: Das „Handelsblatt“ war im Jahr 2009 erneut die meistzitierte Abonnementszeitung Deutschlands. Das geht aus dem aktuellen Zitate-Ranking des Marktforschungsinstituts Media-Tenor hervor.
„Handelsblatt“ (S. 3)

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