Online shoppen, offline holen

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon hat am Wochenende mit mehreren Themen für Schlagzeilen gesorgt. Die britische Times berichtet, dass die Amerikaner die durch die Borders-Pleite entstehenden Lücken mit eigenen Filialen schließen wollen (Fotomontage: buchreport.de)– dies wäre die erste Offline-Ausweitung der Amazon-Verkaufszone.

Mit diesem Schritt wolle Amazon der wachsenden Nachfrage von Kunden entgegenkommen, Waren online zu bestellen und im Geschäft abzuholen. Vorteil: Die Kunden müssten nicht zu Hause auf den Paketboten warten, sondern könnten selbst die Übergabe bestimmen. Dies ähnelte dem deutschen Modell von buchkatalog.de und libri.de, die die Internet-Bestellungen optional zur Abholung in die Partnerbuchandlungen liefert.

Laut Times wird fast jede fünfte Online-Bestellung bei der britischen Handelsgruppe Argos im stationären Geschäft abgeholt. Auch Tesco und John Lewis böten einen ähnlichen Service an.

Laut Reuters (Mashable) hat ein Amazon-Sprecher jedoch inzwischen die Offline-Pläne dementiert – was jedoch nicht viel zu bedeuten haben muss, da die Amerikaner in der Vergangenheit mehrfach Pläne dementiert hatten, die wenig später dennoch realisiert wurden.

Times, Mashable (Reuters)

Weitere Meldungen vom Wochenende zu Amazon:

  • Der Analyst Collins Stewart geht davon aus, dass amazon.com in diesem Jahr rund eine halbe Million Kindle-Lesergeräte verkauft haben wird (via E-Week).
  • The Internet Analyst versucht, den Loss-Leading-Kurs von Amazons Kindle-Programm zu beziffern: Bei jedem verkauften E-Book zahle Amazon zwei Dollar drauf – eine Strategie, mit der Amazon versuche, den E-Book-Markt anzukurbeln. Hier müssen Fragezeichen gemacht werden: Zwar bietet Amazon die Kindle-Versionen der New York Times-Bestseller mit 9,99 Dollar oft unter Einkaufspreis an, gleichwohl dürfte der Onliner bei den hundertausenden anderer Titel des Long Tail, die teurer als die Bestseller sind, Geld verdienen (via TBI Research).
  • Techcrunch berichtet, dass Amazon in Übernahmeverhandlungen mit dem  französischen Unternehmen Vente-Privee steckt. Die Franzosen surfen auf der Private-Shopping-Welle, bei der Portale ausschließlich registrierten Mitgliedern zeitlich begrenzte Verkaufsaktionen anbieten (via Techcrunch).

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