Branchendissens über Libreka

Ist Libreka noch als Branchenlösung zu retten? Im heute tagenden Branchenparlament, das dazu geschaffen wurde, die auseinanderdriftenden Interessen von Handel, Verlagen und Logistik-Dienstleistern zu klammern, war kein Konsens zu finden. 

Ein Déjà vu: Im November 2008 hatte Libri-Chef Holger Bellmann stellvertretend für andere Zwischenbuchhändler Korrekturen beim Börsenvereins-Leuchtturmprojekt Libreka eingefordert. Libreka habe sich weit von der ursprünglichen Volltextsuche entfernt und Zwischenbuchhändler fühlten sich von den E-Commerce-Aktivitäten des Verbandsprojekts betroffen.
Wie so manche Branchenparlamentsbeiträge war das in den Wind gesprochen.

Beseitigt ist die Verstimmung aber auch ein Jahr später nicht. Diesmal stieg u.a. der Chef des anderen großen Barsortiments Oliver Voerster (KNV) in die Bütt und machte noch einmal deutlich, dass Libreka in Konkurrenz trete zu den Interessen des Zwischenbuchhandels im E-Commerce. Sowohl Barsortimente wie auch Auslieferungen sind im E-Book-Geschäft aktiv.

Diesmal soll es nicht bei einer Protokollnotiz des Branchenparlaments bleiben. Kurzfristig soll eine Arbeitsgruppe aus den Spitzen der drei Sparten Buchhandel, Verlage und Zwischenbuchhandel klären, ob eine Chance besteht, den Dissenz auszuräumen und ob Libreka tatsächlich noch eine Chance als Branchenlösung hat.

Neben der branchenpolitischen Würdigung war in Ausschuss-Sitzungen zuvor auch die Qualität der Volltextsuche sowie die Kommunikations- und Service-Qualität kritisiert worden. Zudem kamen auch die massiven Vorwürfe zur Sprache, die zur Frankfurter Buchmesse in einem anonymen Brandbrief vorgetragen wurden.

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