Im Schatten des Nobelpreises

Die Feuilletons blicken auf den Deutschen Buchpreis, der heute Abend bekannt gegeben wird. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ rechnet mit Herta Müller als Siegerin. Die Auszeichnung werde jedoch  diesmal im Schatten des Nobelpreises stehen, was jedoch nichts an der „höchst zwiespältigen Wirkung“ der Auszeichnung insgesamt ändere. „Der Deutsche Buchpreis ist ein Segen und ein Unglück. Segen, weil die Auszeichnung in den letzten Jahren maßgeblich dazu beigetragen hat, die Aufmerksamkeit für die deutschsprachige Literatur spürbar zu erhöhen (…). Ein Unglück, weil der Preis im Buchhandel statt zu einem belebten Boulevard von Leseempfehlungen zu einer Sackgasse geworden ist, die, kurzfristig flankiert von zwanzig, dann von nur noch sechs Titeln, schließlich auf ein einziges Werk zuläuft.“

Der „Tagesspiegel“ spielt das Szenario durch, dass die Nobelpreisträgerin doch nicht den Buchpreis erhält. „Verleiht die Jury ihn an jemand anderen, an Thome, Merkel oder Schmidt, wird sich alle Welt wundern, selbst wenn die Begründung noch so einleuchtend klingt – und darin dürfte zudem ein Schlenker zum Literaturnobelpreis nicht fehlen, was auch ein Novum wäre.“

Mehr zu Herta Müller unter „Bücher & Autoren“

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 31), tagesspiegel.de

BÜCHER & AUTOREN

Frankfurter Buchmesse: Einer der schärfsten Kritiker des China-Auftritts ist Holger Ehling, der ehemalige langjährige Sprecher der Buchmesse („Mit der Einladung Chinas als Ehrengast hat die Buchmesse ihre Seele verloren“).
fr-online.de

Buchmesse 2: Der chinesische Autor Yan Lianke erklärt, warum er nicht zur Buchmesse fährt.
welt.de

Buchmesse 3: Nur rund 200 chinesische Schriftsteller dürfen zur Frankfurter Buchmesse.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 11)

Begegnungsstätte: Das nach dem Verleger Heinrich Maria Ledig-Rowohlt benannte Ledig House im Hudson River Valley nördlich von New York gewährt Schriftstellern aus aller Welt Aufenthaltsstipendien für mehrere Monate.
nzz.ch

Raymond Federman: Der Schriftsteller ist mit 81 Jahren gestorben.
nzz.ch, tagesspiegel.de, „Süddeutsche Zeitung“ (S. 12)

Eckhard Henscheid: Die „Süddeutsche Zeitung“ druckt die Lobrede anlässlich der Verleihung des Jean-Paul-Preises 2009 von Martin Mosebach.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 14)

David Foster Wallace: Harald Schmidt las aus dem Buch „Unendlicher Spaß“.
welt.de

Michael Köhlmeier: wird am 15. Oktober 60 Jahre alt.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 34)

Herta Müller: Die erste Lesung seit Bekanntgabe des Literaturnobelpreises führt die Autorin am morgigen Dienstag nach Essen.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 27)

Herta Müller: Die „FAZ“ freut ich, von der Nobelpreisträgerin empfangen worden zu sein („Sie erzählt von der Zudringlichkeit einiger Reporter, die die Arztpraxis unten nutzen, um zumindest schon mal ins Treppenhaus zu gelangen. Und dann vergebens an der Tür klopfen. Ich dagegen bekomme ein Stück vom Nobelpreis-Apfelkuchen serviert“)
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 29)

ONLINE

E-Book: Das magere Geschäft mit digitaler Literatur steht in scharfem Kontrast zum Interesse an den elektronischen Lesegeräten.
„Handelsblatt“ (S. 13)

Microblogs: Kurznachrichtendienst Twitter sucht nach Geldquelle.
„Financial Times Deutschland“ (S. 6)

Urheberrecht: In ihrem Podcast zur Buchmesse kritisiert Kanzlerin Angela Merkel Google und kündigt an, sich für eine „internationale Diskussion zum geistigen Eigentum“ starkzumachen.
taz.de, „Financial Times Deutschland“ (S. 3, 25)

MEDIEN & MÄRKTE

Medienkonzerne: Christoph Mohn, als Vorstandschef und Großaktionär des Internetkonzerns Lycos Europe krachend gescheitert, soll bei Bertelsmann eine Schlüsselrolle spielen und zieht in die Bertelsmann-Verwaltungsgesellschaft ein.
handelsblatt.com

Unternehmen: Mittelstand bleibt in der Krise skeptisch – knappes Eigenkapital, aber gute Kreditversorgung.
„Handelsblatt“ (S. 17)

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