Herta Müller: Große Poetin und Essayistin

Die Presse feiert die Autorin Herta Müller für ihre Auszeichnung mit dem Nobelpreis für Literatur. Die „Süddeutsche Zeitung“ lobt die Autorin als „Meisterin der schrecklichen Vergegenwärtigung“ und schreibt: „In mancherlei Weise hat Herta Müller für eine jüngere Generation eine ähnliche Funktion in der kollektiven Erinnerung eingenommen, wie sie Günter Grass für eine ältere besitzt: nicht nur eine furchtbare Erinnerung lebendig zu halten, sondern auch immer wieder deren radikale Andersartigkeit zu markieren.“

In der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ ehrt Friedmar Apel „eine der wichtigsten Autorinnen der deutschen Literatur“. Das Feuilleton druckt neben einer Vorstellung des Werkes und einem Interview vier Gedichtkollagen ab und spricht zudem mit Michael Krüger, dem Chef des Hanser-Verlags.

Ebenso positiv urteilt die „Frankfurter Rundschau“ über eine „kluge, geschmacksichere, kühne, politisch sensible und also äußerst erfreuliche“ Wahl und stellt heraus: „Wie schon ihr ungarischer Nobelpreiskollege Imre Kertész, wie überhaupt jeder Literat von Weltrang, ist Herta Müller absolut gefeit vor Sentimentalität und Moral. Geht es um Politik, etwa den Beitritt Rumäniens zur EU, argumentiert sie rein politisch.“

Die „Welt“ spricht über „eine große Poetin und wortgewaltige Essayistin“ und stellt dem Bericht einen Kommentar über die „schnöde Zockerei“ im Online-Wettbüro Ladbrokes vor der Bekanntgabe des Preisträgers zur Seite.

Über die Autorin, die in einer deutschsprachigen Enklave in Rumänien aufwuchs, schreibt der „Tagesspiegel“: „Alle ihre Bücher sind hellsichtige Versuche, das Angsttrauma jener Jahre zu bannen, und die poetischen Bilder, die sie dabei oft schon in den Titeln verwendet, verleihen den seelischen Verheerungen eine ungewöhnliche körperliche Lebendigkeit.“

In der Online-Ausgabe der „Zeit“ würdigt Michael Naumann das Werk der Autorin.

Dass sich der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki nicht zu der Preisverleihung äußern will, greift „Spiegel Online“ auf.

Die „taz“ hinterfragt, warum Bob Dylan den Preis wieder einmal nicht bekommen hat.
 „Süddeutsche Zeitung“ (S. 11, Interview S. 14), „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 33-35), fr-online.de, spiegel.de, tagesspiegel.de, taz.de, welt.de, zeit.de

Weitere Berichte zu Herta Müller:
handelsblatt.com, focus.de, stern.de, taz.de, bild.de, nzz.ch

BUCHHANDEL

Thalia: Laut Mitinhaber Jürgen Könnecke seien die 5000 Arbeitsplätze der Douglas-Tochter sicher.
abendblatt.de

BÜCHER & AUTOREN

Google Settlement: Das Gericht gibt den Verfassern des Vergleichs zwischen Google und Organisationen von Autoren und Verlegern bis zum 9. November Zeit, eine neue Version zur vorläufigen Anerkennung vorzulegen.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 37)
In der New York Times meldet sich Google-Mitbegründer Sergey Brin zu Wort.
www.nytimes.com

Frankfurter Buchmesse:
Interview mit Jing Bartz, der Leiterin des Buchinformationszentrums Peking der Frankfurter Buchmesse.
fr-online.de

Dan Brown: Über das Phänomen Dan Brown und den neuen Roman „The Lost Symbol“.
zeit.de
 
Reinhard Kaiser-Mühlecker erhält für seinen Roman „Der lange Gang über die Stationen“ den mit 10 000 Euro dotierten Buch.Preis 2009, den die Arbeiterkammer Oberösterreich und das Brucknerhaus Linz verleihen.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 37)

Orhan Pamuk: Gegen den türkischen Schriftsteller soll ein Prozess eröffnet werden. Hintergrund: Eine Schadensersatzklage von sechs Ultranationalisten.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 12), „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 37)

Nikolaus Piper: Der Autor gewinnt den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis für sein Buch „Die Große Rezession“.
handelsblatt.com

MEDIEN & MÄRKTE

Amazon Kindle: Eine Vorstellung des E-Book-Readers liefert
bild.de

Gruner + Jahr: Der Verlag rechnet mit Verlusten und will 200 Millionen einsparen.
horizont.net

Einzelhandel: Führende Discounter senken die Preise für Lebenmittel.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 17)

Musikmarkt: Wettbewerbshüter äußern Bedenken zu der Fusion von Live Nation und Ticketmaster. Durch den Zusammenschluss würde der nach dem Plattenlabel Universal Music zweitgrößte Konzern im gesamten Musikgeschäft entstehen.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 16)

US-Zeitschriftenmarkt: Verlag Condé Nast stellt vier Hochglanzmagazine ein.
fr-online.de

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