Comics im freien Fall

Fix und Foxi fix und fertig“, schlagzeilt heute die „FAZ“, die wie viele großen Blätter den (erneuten) Tod der Comicserie thematisiert. Die Frankfurter erinnern daran, dass Faulenzer Lupo, die resoluten Oma Eusebia, der eingebildete Onkel Fax, der geniale Erfinder Knox und die niedliche Cousine Lupinchen in den sechziger und siebziger Jahren Auflagen von bis zu 400.000 Heften erzielten. Zuletzt hätten die rund 50.000 Exemplare pro Ausgabe gerade zur Deckung der Lizenzkosten an Kaukas Witwe gereicht; im Sommer 2008 sei die verkaufte Auflage des Heftes sogar auf 18.000 Stück gesunken, weshalb der Tigerpress Verlag nun Insolvenz anmelden müsse. Fazit: „Das Comeback ist gescheitert, ein Stück deutscher Comic-Geschichte beendet, außer Nostalgie aber auch nicht viel verloren.“

Die „Süddeutsche Zeitung“ nennt weitere Comic-Auflagen: Branchenführer „Micky Maus“ liege bei wöchentlich 213.000 verkauften Heften, „Prinzessin Lillifee“ bei 144.000 monatlich und „Sponge Bob“ bei rund 100.000 Exemplaren – alle Comics kämpften gegen Leserschwund, allein die Maus habe innerhalb eines Jahres 50.000 Käufer verloren. „Dafür gibt es viele Erklärungen. Die Zielgruppe investiert das Taschengeld lieber in Computerspiele, DVDs oder gebührenpflichtige Online-Angebote. Der Anteil der Nicht- und Wenigleser unter Kindern und Jugendlichen wächst, weniger als die Hälfte der Sechs- bis Dreizehnjährigen liest wenigstens einmal pro Woche in einem Buch.“ Fazit der Süddeutschen: Comics in Papierform hätten nur dann eine Überlebenschance, wenn die Figuren multimedial vermarktet würden: als Spiel für den PC, die X-Box und Playstation, als Stoffpuppe, Schlüsselanhänger und Fernsehserie.

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 33), „Süddeutsche Zeitung“ (S. 15), „Bild“ (S. 16), fr-online.de

BÜCHER & AUTOREN

Madrider Buchmesse: Schloss am Wochenende nach 17 Tagen mit verbesserten Verkaufszahlen.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 29)

Frankfurter Buchmesse: Angesichts der Teilnahme Chinas als Ehrengast hat das deutsche PEN-Zentrum die Einhaltung der Menschenrechte angemahnt.
welt.de

Captain America: Zwei Jahre, nachdem Marvel Comics den mit Sternen übersäten Superhelden absetzte, ist er zurück.
welt.de

Sergio Ramírez: Ein Gespräch mit dem Schriftsteller, der vor 30 Jahren half, die Diktatur aus Nicaragua zu vertreiben.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 13)

Benjamin von Stuckrad-Barre: fühlt sich mit dem Internet nicht wohl und lobt die gute alte Zeitung und.
welt.de

Stefan Zweig: Warum der Autor in diesem Jahr besonders gefragt ist.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 14)

MEDIEN & MÄRKTE

Einzelhandel: Die Talfahrt der inzwischen insolventen Warenhauskette Karstadt beschleunigt sich – der Betriebsgewinn (Ebit) sank deutlich.
„Handelsblatt“ (S. 9)

Kommentare

Kommentar hinterlassen zu "Comics im freien Fall"

Hinterlassen Sie einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Webinar-Video

webinar_videos

Webinar verpasst?

Falls Sie ein Webinar verpasst haben, können Sie nachträglich das Video zum Webinar bestellen und sich die Inhalte bequem am Computer anschauen. Hier finden Sie eine Übersicht der verfügbaren Webinar-Videos.

Hardcover Belletristik
1
Rowling, J.K.; Tiffany, John; Thorne, Jack
Carlsen
2
Fitzek, Sebastian
Droemer
3
Neuhaus, Nele
Ullstein
4
Ferrante, Elena
Suhrkamp
5
Beckett, Simon
Wunderlich
28.11.2016
Komplette Bestsellerliste Weitere Bestsellerlisten

Veranstaltungen

  1. 8. Dezember - 9. Dezember

    Zukunftsforum Zeitschriften