Amazon am Pranger

Der Internetbuchhändler Amazon steht am Pranger: Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, führt das Unternehmen im Rahmen eines „Partnerprogramms“ die Homepage des NPD-Kreisverbands Barnim-Uckermark. Das biete der Gliederung der rechtsextremen Partei „stetigen Zufluss von Einnahmen“, berichtet der „Tagesspiegel“: „Auf der Homepage ,Nationales Netztagebuch’ ist eine Rubrik ,Kaufen & Helfen’ eingerichtet, die mit Amazon.de verlinkt ist. Da gibt es Literatur zu ,Judenfragen’ und zu Rudolf Heß, die über Amazon zum Kauf angeboten wird. Die NPD verdient einige Prozente mit, wenn ein Käufer über den Link zu Amazon gelangt und sich mit rechtem Lesestoff eindeckt. Nicht nur das: Es fließt auch Geld, wenn über den Link der Kauf eines anderen, unverdächtigen Produkts zustande kommt. Die NPD freut sich: In der Rubrik steht ,Vielen Dank dafür’.“

Die seltsame Geschäftsbeziehung habe der Brandenburger Verfassungsschutz entdeckt und als „wirtschaftliche Partnerschaft mit verfassungsfeindlichen Extremisten“ bezeichnet. Jetzt fordern Berliner Politiker einen Boykott des Internetbuchhändlers.

„Amazon reagiert auf eine Anfrage des Tagesspiegels so: ,Wir prüfen derzeit die Einhaltung der Teilnahmebedingungen unseres Partnerprogramms durch die Website und werden nach Abschluss der Prüfung adäquate Maßnahmen treffen.’“, berichtet die Zeitung weiter. „Im Mai hatte die Firma Brandenburgs Verfassungsschutz mitgeteilt, sollte ,ein offizielles Verbot’ zu den im ,Nationalen Netztagebuch’ beworbenen Artikeln ,oder zu der Seite selbst geschehen’, würden diese ,umgehend aus dem Angebot beziehungsweise dem Partnerprogramm’ entfernt. So geschah nichts.“
tagesspiegel.de

ONLINE

GoogleBooks: Kulturstaatsminister Bernd Neumann wettert in einem Interview gegen das Digitalisierungsprojekt.
stern.de

BÜCHER & AUTOREN

„Süddeutsche Zeitung“ startet mit einer Taschenbuch-Rubrik auf ihrer Literaturseite.
„Süddeutsche Zeitung“ (Seite 11, 14)

Margaret Drabble: Die britische Schriftstellerin feiert ihren 70. Geburtstag.
„Süddeutsche Zeitung“ (Seite 12)

Yu Hua: Der chinesische Schriftsteller im Interview über die Situation in seinerHeimat 20 Jahre nach dem Tienamen-Massaker.
welt.de

Ruth Padel: Die Literatin verzichtet auf den Dichterlehrstuhl in Oxford – nachdem enthüllt worden ist, dass sie selber eine Schmutzkampagne gegen ihren Kandidaten-Vorgänger Derek Walcott losgetreten hat.
nzz.ch

„Hexe Lilli“: Der erfolgreiche Kinderfilm „Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch“ bekommt einen zweiten Teil unter dem Titel „Die Reise nach Mandolan“.
derstandard.at

Thomas Bernhard: Der bisher umgangssprachlich als Weißkirchnersteg im Wiener Stadtpark benannte Übergang wird nach dem Schriftsteller und Dramatiker benannt.
„Süddeutsche Zeitung“ (Seite 14)

MEDIEN & MÄRKTE

Arcandor I: Dem Handels- und Touristikkonzern droht die Überschuldung.
handelsblatt.com, welt.de, ftd.de

Arcandor II: Im Falle eines Zusammengehens mit dem Konkurrenten Metro könnte der angeschlagene Konzern Hilfe in Form einer 450-Mio-Euro-Staatsbürgschaft bekommen.
faz.net

Hertie: Bürgermeister von Hertie-Standorten machen gegen die Liquidierung der insolventen Warenhauskette mobil.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Seite 17)

SZENE

Stephen King schreibt die ersten Sätze seines neuen Gruselromans auf das israelische Top-Model Bar Refaeli.
bild.de

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