Zappelphilipp Schlingensief

Wenig beeindruckt zeigt sich Arno Widmann in der „Frankfurter Rundschau“ von Christoph Schlingensiefs Krebs-Tagebuch „So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!“ (Kiepenheuer & Witsch 2009, 18,95 Euro). „Es ist die Prosa eines Zappelphilipp, der nicht stillhalten kann, um etwas ruhig zu betrachten“, meint Widmann. „Alles ist konventionell in ihm: kein überraschendes Wort, kein Gedanke, der nicht schon hundertmal gedacht wurde. Nur eines rettet Schlingensiefs Buch vor gähnentreibender Langeweile: die Geschwindigkeit. (…) Das ist die Technik eines Genies der Flucht. Eines Künstlers aber auch, der davon ausgeht, dass, wenn er nur alles rauslässt, etwas Interessantes dabei sein wird, und sei es nur die Durchlässigkeit der eigenen Existenz. Der Verzicht auf die die Gedankenflut eindämmenden Kontrollinstanzen seitens des Autors rückt den Leser in die Rolle des Psychoanalytikers, der aus dem angelieferten Assoziationsschlamm sich die seinen Lehrbüchern entsprechenden oder die ihnen widersprechenden Rosinen heraussucht.“
fr-online.de

Grundgesetz für alle

In der „FAZ“ sichtet der renommierte Rechtswissenschaftler Michael Stolleis populäre Bücher zum Thema Grundgesetz und empfiehlt „Grundgesetz“ von Günter Frankenberg (Fischer Taschenbuch 2004, 8,90 Euro) für Studienanfänger, „Das Grundgesetz. Unsere Verfassung – wie sie entstand und was sie ist“ von Peter Zolling (Hanser 2009, 14,90 Euro) für Oberschüler und „Das Grundgesetz. Eine Biographie“ von Christian Bommarius (Rowohlt 2009, 19,90 Euro) ohne Altersbeschränkung.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Seite 8)

NACHGELESEN – Bücher in der Presse

Belletristik

Jeffery Deaver: Der Täuscher. Thriller. Blanvalet 2009, 19,95 Euro
„Zeit“ (Seite 56)

Matias Faldbakken: Unfun. Roman. Blumenbar 2009, 19,90 Euro
spiegel.de

Wilhelm Genazino: Das Glück in glücksfernen Zeiten. Roman. Hanser 2009, 17,90 Euro
„Zeit“ (Seite 52)

Peter Handke: Die Kuckucke von Velika Hoca. Eine Nachschrift. Suhrkamp 2009, 15,80 Euro
fr-online.de

Michael Köhlmeier: Idylle mit ertrinkendem Hund. Novelle. Deuticke 2009, 12,90 Euro
„Zeit“ (Seite 52)

Charles den Tex: Die Zelle. Thriller. Grafit 2009, 19,90 Euro
„Zeit“ (Seite 56)

Olga Tokarczuk: Unrast. Schöffling 2009, 24,90 Euro
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Seite 32)

William T. Vollmann: Hobo Blues. Ein amerikanisches Nachbild. Suhrkamp 2009, 19,80 Euro
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Seite 32)

Sachbuch

Philipp Blom: Der taumelnde Kontinent. Europa 1900-1914. Hanser 2009, 25,90 Euro
„Süddeutsche Zeitung“ (Seite 14)

Peter Kaeding: Die Hand über der ganzen Welt. Johann Friedrich Cotta. Der Verleger der deutschen Klassik. Klett-Cotta 2009, 29,90 Euro
„Süddeutsche Zeitung“ (Seite 14)

Franziska Liesner: Mein Beckenbodenbuch. Trias 2009, 17,95 Euro
bild.de

Walter Moßmann: realistisch sein: das unmögliche verlangen. Wahrheitsgetreu gefälschte Erinnerungen. Edition Freitag 2009, 19,80 Euro
fr-online.de

David Rieff: Tod einer Untröstlichen. Die letzten Tage der Susan Sontag. Hanser 2008, 17,90 Euro
„Zeit“ (Seite 53)

Marie-Monique Robin: Mit Gift und Genen. Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert. DVA 2009, 19,95 Euro
„Zeit“ (Seite 53)

Ulrich Schreiterer: Traumfabrik Harvard. Warum amerikanische Hochschulen anders sind. Campus 2008, 24,90 Euro
nzz.ch

Lukas Wick: Islam und Verfassungsstaat. Theologische Versöhnung mit der politischen Moderne? Ergon Verlag 2009, 29 Euro
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Seite 35)

VORAUSGESEHEN – Der Filmtipp

Rocko Schamoni ist ein Multitalent. Als Entertainer, Musiker, Schauspieler und Klubbetreiber ist der 42-Jährige im Norden des Landes schon länger bekannt. 2004 hatte er mit dem Roman „Dorfpunks“ (Rowohlt, 7,95 Euro) schließlich auch deutschlandweit Erfolg. Das Buch sei „lustiger als hierzulande erlaubt und ernster als hierzulande gewünscht“, schrieb die „taz“. Nach einer erfolgreichen Inszenierung des Stoffs am Hamburger Schauspielhaus kommt die episodenhafte Geschichte um eine Gruppe Provinz-Punks jetzt auf die Leinwand.

Es ist nicht viel los in der norddeutschen Provinz von Schmalenstedt während eines Sommers Anfang der 80er-Jahre. Gegen die Tristesse auf dem flachen Land hilft nur saufen, Haare färben und lustige Klamotten tragen. Malte Ahrens heißt jetzt Roddy Dangerblood, töpfert sich durch eine ungeliebte Lehre und stört mit seinen Freunden das beschauliche Stadtbild. Mit seinen Kumpels kommt er auf die Schnapsidee, eine Punkband zu gründen. Doch die amateurhafte Combo trifft sich eher zum Trinken als zum Üben und droht postwendend wieder unterzugehen.

„Dorfpunks“ läuft ab heute in den Kinos.

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