Europäischer Sternenhimmel

Der Ende letzten Jahres angekündigte „Literaturpreis der Europäischen Union“ an aufstrebende Autoren in den Teilnehmerländern (buchreport berichtete) nimmt Konturen an. Die mit der Organisation beauftragten europäischen Branchenverbände European Booksellers Federa­tion, European Writers Council und Federation of European Publishers haben dafür folgenden Rahmen abgesteckt:

  • Die Preise werden in drei aufeinanderfolgenden Jahren 2009 bis 2011 nach Ländergruppen vergeben. Jeder der 34 am EU-Kulturprogramm teilnehmenden Staaten soll nach diesen drei Jahren einen Preisträger haben.
  • Zur ersten Staffel gehören die Länder Frankreich, Irland, Italien, Kroatien, Litauen, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei und Ungarn. Die nationalen Auswahljurys, die sich aus Schriftstellern, Buchhändlern und Verlegern zusammensetzen, stehen seit Ende März fest (hier die Übersicht). Bis Ende Mai sollen sie jeweils einen Autor als Gewinner festlegen.
  • In den kommenden Monaten soll zudem ein „Botschafter“ ernannt werden, der den Preis und die ausgezeichneten Talente in Europa bekannt machen soll.
  • Die Ehrung der ersten zwölf EU-Preis-Autoren findet am 28. September in Brüssel statt. Von den für die Vorbereitung und Ausrichtung des Preises bereitgestellten Mitteln in Höhe von 300000 Euro erhalten die Laureaten je 5000 Euro Preisgeld.
  • Ziel des EU-weiten Preises, der im Herbst im Vorfeld von Literatur-Nobelpreis und nationalen Auszeichnungen wie dem Deutschen Buchpreis verliehen wird, soll sein, die Vielfalt des zeitgenössischen europäischen Literaturschaffens ins Rampenlicht zu rücken und die Verbreitung von Literatur in Europa zu fördern.

Auswahlkriterien für EU-Literaturpreis

  • Die Kandidaten müssen Bürger eines der zwölf ausgesuchten Länder sein.
  • Sie sollten zwischen zwei und fünf Bücher (Belletristik) veröffentlicht haben.
  • Ihre Bücher sollen nicht länger als fünf Jahre vor der Verleihung des Preises veröffentlicht worden sein.
  • Die Werke der nominierten Autoren sollen in mindestens zwei und höchstens vier Sprachen übersetzt worden sein.
    Quelle: www.euprizeliterature.eu

aus: buchreport.express 16/2009

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