Hamburg ist groß genug für zwei Festivals

Während die Weltwirtschaft unter der Krise ächzt, präsentiert sich Vattenfall als Mäzen: Vom 16. bis 23. April 2009 lädt der Energieversorger zu den 11. Lesetagen nach Hamburg – 140 Veranstaltungen mit über 180 Autoren aus dem In- und Ausland. Im Interview mit buchreport.de erklärt Vattenfall Europe-Generalbevollmächtigter Rainer Schubach (Foto), wie das Unternehmen vom größten privatwirtschaftlich finanzierten Literaturfestival Norddeutschlands profitiert.

Angesichts der Wirtschaftskrise fahren die meisten Unternehmen ihre Marketingaufwendungen zurück. Macht die Krise einen Bogen um Ihr Unternehmen?
Rainer Schubach: Die Wirtschaftskrise macht um die Energiewirtschaft sicherlich keinen Bogen. Wir rechnen damit, dass wir die Auswirkungen vor allem im kommenden Jahr zu spüren bekommen werden.

Wie profitiert Ihr Unternehmen vom Engagement bei den Vattenfall Lesetagen?
Wir betrachten uns als Unternehmen als Teil dieser Gesellschaft, und deshalb möchten wir auch etwas für die Gesellschaft tun. Die Vattenfall Lesetage, das größte Literaturfestival in Norddeutschland, finden in diesem Jahr bereits zum 11. Mal statt. Insbesondere liegt es uns am Herzen, jungen Menschen den Spaß am Lesen und an Büchern zu vermitteln. Deshalb richtet sich auch die Hälfte des Lesetage-Programms an Kinder und Jugendliche. Wir ermöglichen mit den Vattenfall Lesetagen den Hamburgerinnen und Hamburgern, an spannenden Orten in der ganzen Stadt Literatur zu entdecken. Dazu gehört auch, dass die Lesetage von Vattenfall selbst konzipiert, organisiert und durchgeführt werden – also das Unternehmen sich viel mehr als nur mit Namen und Finanzierung einbringt. Davon profitiert auch das Unternehmen ganz direkt: Die Autorinnen und Autoren werden von Vattenfall-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern persönlich betreut, und von diesen Zusammentreffen zweier meist recht unterschiedlicher Welten gehen auch ganz besondere Impulse ins Unternehmen selbst aus.

Vattenfall ist nicht nur im Buchbereich, sondern auch als Sponsor im Sport, an Schulen und im sozialen Bereich aktiv. Wo ist der Response für Ihr Unternehmen am größten oder wichtigsten?
Gesellschaftliches Engagement in verschiedenen Bereichen hat für uns Tradition. Das beginnt in klassischen Sponsoring-Bereichen wie Sport, Soziales und Kultur, wo wir mit den Vattenfall Cyclassics, dem Vattenfall Ferienspaß und eben den Vattenfall Lesetagen präsent sind, und hört mit dem Schulprojekt „Energie entdecken“, unserer Energieberatung für Haushalte und unserer europaweiten Klimaschutzinitiative nicht auf. Alle diese Bereiche sind auf ihre Weise wichtig und gehören zu uns.

Im September bekommen Sie mit dem Harbour Front Literaturfestival eine große Konkurrenz in Hamburg. Wie reagieren Sie?
Hamburg ist groß und literaturbegeistert genug für zwei Literaturfeste. Zumal sich die Konzepte deutlich unterscheiden: Die Vattenfall Lesetage stehen für Literatur an ungewöhnlichen Orten in der ganzen Stadt, es besteht immer ein Bezug zwischen Buch und Leseort. Wir bieten in diesem Jahr 140 Veranstaltungen mit 180 Mitwirkenden. Die Hälfte des Programms, das konsequent in Themenreihen gegliedert ist, ist Kindern und Jugendlichen gewidmet. Und auch unser Betreuungskonzept ist einzigartig.

Die Fragen stellte Daniel Lenz

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