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VdS stützt Schavan

Schulbuchverlage fordern mehr Unterstützung für Schavan-Vorschlag und mahnen ein schnelles Konjunkturprogramm für die Schulen an

Der Verband der Schulbuchverlage und Hersteller von Bildungsmedien VdS Bildungsmedien warnt davor, den Vorschlag von Bildungsministerin Schavan nach einem Konjunkturprogramm für Schulen und Hochschulen im politischen Konkurrenzkampf zu zerreden.

Der Vorschlag fand bei den Experten in den Parteien, aber auch bei den Lehrer- und Elternverbänden ein grundsätzlich positives Echo, wurde in Teilen aber wegen der unzureichenden Höhe kritisiert. „Keiner der vielen derzeit in die Medien gebrachten Vorschläge für ein erweitertes Konjunkturprogramm hat so Hand und Fuß wie der Vorschlag von Frau Dr. Schavan“, kommentiert der VdS-Vorsitzende Wilmar Diepgrond die Initiative der Bundesbildungsministerin. Sicherlich sei es richtig, dass die Schavan-Forderung nach einem Sofortprogramm von 100.000 € pro Schule nicht alle Nöte der Schulen befriedigen könne, konzediert Diepgrond die Kritik z.B. des GEW-Vorsitzenden Ulrich Thöne an der Höhe des Programms. „Mit einem 100.000 Euro-Scheck für die Schulen können aber erstmals seit vielen Jahren notwendige Sachinvestitionen wie die Sanierung von Schulgebäuden, die Erneuerung des Mobiliars und die Modernisierung der Lehr- und Lernmittel getätigt werden“, bemerkt der VdS-Vorsitzende. Wer die Konjunktur in Deutschland ankurbeln wolle und dafür Staatsschulden aufnehmen will, der könne dies nur dadurch begründen, dass er Investitionen vorzieht, die notwendig und zukunftsweisend sind. „Ausgaben für bessere Schulgebäude und bessere Lehr- und Lernmittel sind Investitionen in die Bildungszukunft unserer Kinder. Sie haben eine ganz sichere Rendite, gehen zu fast 100 Prozent in die heimische Wirtschaft und sind Ausgaben, die nicht belasten, da sie sowieso schon lange fällig sind, von den eigentlich zuständigen Kommunen und Ländern aber immer wieder hinausgeschoben werden“, schließt Diepgrond sein Plädoyer für eine schnelle Umsetzung.

Deutschland wird seit vielen Jahren wegen seiner zu geringen Bildungsfinanzierung kritisiert. Während der Anteil der Bildungsausgaben an den öffentlichen Gesamtausgaben im OECD-Mittel von 12,8 (2000) auf 13,2 % (2005) anstieg, sank er in Deutschland von 9,9 auf 9,7 %. Der kürzlich veröffentlichte Bildungsfinanzbericht 2008 des Statistischen Bundesamtes führt ebenfalls aus, dass die Ausgaben pro Bildungsteilnehmer in den allgemein bildenden Schulen sogar um 20 % und mehr unter OECD-Durchschnitt liegen. Sachaufwand und Sachinvestitionen, zu denen auch Lernsoftware und Schulbücher gehören, sind seit vielen Jahren unterfinanzierte Posten der Bildungsausgaben. So sanken die  öffentlichen Schulbuchausgaben von rund 400 Mio. € (1991) auf nur noch etwa 250 Mio. € (2007). Auch der Kauf von Unterrichtssoftware durch die Schulen ist mittlerweile auf einem extrem niedrigen Niveau: 2007 wurden von der Branche mit den Schulen nur noch vernachlässigbare 7 bis 10 Mio. € Umsatz gemacht.

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