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„Zillmer-Preis“ 2008 an J. C. Kill

Der mit 10.000 Euro dotierte Karl-Heinz Zillmer-Preis wird an Jürgen Christian Kill, den Verleger der Münchner Verlagsbuchhandlung Liebeskind verliehen. Die Preisverleihung findet in einer öffentlichen Veranstaltung statt am Donnerstag, dem 25. September 2008, ab 19.30 Uhr, im Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, der Eintritt ist frei. Der Preis der Karl-Heinz Zillmer-Stiftung ehrt alle zwei Jahre Verlage und Verlegerpersönlichkeiten, deren Arbeit in besonderem Maß der Verbreitung anspruchsvoller Literatur gewidmet ist, er gilt dem verlegerischen Mut und Idealismus.

„Gute Verleger stoßen große Literatur an: Siegfried Unseld, der langjährige Suhrkamp-Chef z. B. wartete und unterstützte Uwe Johnson zehn Jahre lang bis der letzte Band der Jahrestage fertig gestellt war“, begründet Karl-Heinz Zillmer die Motivation zu dem von ihm gestifteten Preis: „Solche Verlegerpersönlichkeiten, die Verlage nicht nur als erfolgreiche Unternehmer, sondern vor allem auch als Freunde ihrer Autoren und der Literatur lenken, möchte ich unterstützen.“

Das Programm des jungen Verlags Liebeskind weist bedeutende ausländische Autoren wie John Barth auf, die er damit vor dem Vergessen rettet. Weitere Schwerpunkte des Verlagsprogramms sind junge deutschsprachige Autoren sowie anspruchsvolle Krimis. „Liebeskind lässt Treue zu den Autoren erkennen, pflegt literarische Qualität und respektiert das Recht des Lesers auf niveauvolle Unterhaltung. Alle Bücher zeichnen sich durch handwerkliche und gestalterische Sorgfalt aus“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Juroren sind 2008 Dr. Hanjo Kesting (NDR), Dr. Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg), Birgit Politycki (Politycki & Partner Literatur und Pressebüro), Dr. Wolfgang Schömel (Kulturbehörde Hamburg) und Stephan Samtleben (Buchhandlung Samtleben).

Nach der Preisverleihung liest Andreas Münzer aus seinem kürzlich beim Liebeskind Verlag erschienenen Roman „Stehle“.

Bisherige Preisträger waren Katharina Wagenbach-Wolff (1994), Dr. Josef Kleinheinrich (1996), Johann P. Tammen (1998), Stefan Weidle (2000), Urs Engeler (2002) und Ulrich Keicher (2004), Michael Zöllner (2006).

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