Eigentum statt Miete

Mäuse in der Teeküche und der Renovierungsstau vieler Jahre – der Börsenverein sucht ein neues Domizil. Dass der bisherige Stammsitz am Großen Hirschgraben aufgegeben wird, scheint sicher zu sein, nachdem die Hauptversammlung auf den Buchhändlertagen in Berlin den Bau-Ausschuss mit der Prüfung von drei Optionen, darunter eine Mietvariante, beauftragt hat.

Auf der Frankfurter Buchmesse werden die Mitglieder am 16. Oktober in einer außerordentlichen Hauptversammlung (10 Uhr, Raum Dimension, Halle 4.2) nun über einen der folgenden Vorschläge entscheiden:

  • Priorität für den Bau-Ausschuss hat laut Vorsitzendem Stephan Joß (Geschäftsführer Carl Hanser Verlag) der Tausch des Erbpachtgrundstückes Großer Hirschgraben gegen die städtischen Liegenschaften Braubachstraße und Berliner Straße. Dafür wurden Kosten von 15 Mio Euro kalkuliert, nach dem Verkauf der Liegenschaften bleibe ein Netto-Aufwand von 4,3 Mio Euro.
  • Zweitens empfiehlt der Ausschuss den Neubau im Schwedler-Carré im Frankfurter Ostend, der mit einer Netto-Investitionssumme von geschätzten 7,5 Mio Euro zu Buche schlägt.
  • Auf Wunsch der Mitglieder wurde auch die Mietoption noch einmal geprüft, wobei der Börsenverein mit dem Geld aus dem Verkauf der vorhandenen Gebäude die Anmietung finanzieren würde.

Das Ergebnis in der Frage „Miete oder Eigentum?“: „Mietet man, müssten die Verkaufserlöse nur dann nicht angetastet werden, wenn ein Mietpreis von maximal 5 Euro pro Quadratmeter erreicht werden kann“, erklärt Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis gegenüber buchreport. „Dies ist jedoch unrealistisch, weil der Quadratmeter Bürofläche im Raum Frankfurt rund 14 Euro kostet. Alles über 5 Euro hinaus würde spätestens in 15 Jahren zu einem Substanzverzehr der Verkaufserlöse führen.“ Aus diesem Grund empfehle der Bauausschuss nach wie vor, das Projekt Braubachstraße weiterzuverfolgen.

Der Weg in die Braubachstraße ist laut Skipis geebnet: „Wir sind uns mit der Stadt handelseinig.“ Damit gewinnt eine Lösung an Kontur, die bereits 2003/04 umgesetzt werden sollte, damals aber aufgrund der Finanzlage des Verbandes von Vorstand und Abgeordnetenversammlung wieder gekippt wurde.

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