Postskriptum: Herb bei Hofe

Bestsellerautor Alexander von Schönburg durfte für sein neues Buch „Alles, was Sie schon immer über Könige wissen wollten, aber nie zu fragen wagten“ (Rowohlt Berlin) mit einer großen „Royal“-Serie in der „Bild“-Zeitung werben. Hier für alle, die deren Lektüre versäumt haben, die schönste Stelle aus Schönburgs Hofbericht: „Als der berühmte französische Staatspräsident General Charles de Gaulle kurz vor dem Ende seiner Amtszeit einmal mit seiner Frau Yvonne bei einem Abendessen in Windsor war, fragte jemand Madame de Gaulle quer über den Tisch, worauf sie sich in ihrem Ruhestand besonders freue. Madame de Gaulle antwortete (und hier muss man sich jetzt einen sehr starken französischen Akzent dazudenken): ,Ä penis!‘ Stille. Blankes Entsetzen. Bis die Queen die Situation rettete und übersetzte: ,Ah, happiness.‘“

Witz: Wegweisend

Die kommende Frankfurter Buchmesse wird ganz im Zeichen der Digitalisierung stehen. Mit dem folgenden Witz, gefunden in der „Bild am Sonntag“, können Sie testen, ob Sie schon fit sind für die digitale Zukunft: „Zwei Mitarbeiter im Büro: ,Sag mal, warum haben eigentlich alle Mädchen im Internet den Nachnamen JPG?‘“ Andererseits ehrt es Sie auch, wenn Sie den Witz nicht auf Anhieb verstehen.      

Verfall: Verfrühstückt

Das Wissensmagazin „P.M.“ thematisiert in seiner aktuellen Ausgabe den Verfall der deutschen Sprache. Die Verflachung der Schriftsprache erfasse sogar traditionelle Begriffe, zitiert die Zeitschrift den Düsseldorfer Sprachforscher Rudi Keller. So schrieben die Deutschen heute zwar noch „haben“, sagten aber meist „ham“, nennt Keller als Beispiel und warnt: „In ein paar hundert Jahren könnte ,ham‘ auch die Schriftform sein.“ Ein Trost könnte sein, dass beispielsweise die Engländer diesen Prozess längst hinter sich haben. Und die futtern „ham“ einfach gutgelaunt mit „eggs“ zum Frühstück und finden überhaupt nichts dabei.

Buchhandel: Besungen

Das „Handelsblatt“ berichtet, dass sich immer mehr Unternehmen eine Firmenhymne zulegen, um das Wir-Gefühl der Mitarbeiter zu stärken. So lasse Kaufland singen: „Ein Lächeln ist mehr wert, als du denkst. / Ein Lächeln ist Gold, das du verschenkst.“ Beliebt sei auch, bekannte Lieder umzudichten („Philips was my first love“, „Oh Happy Day / When Ernst & Young / Showed me a better way“). Auch in der Buchbranche kann eine Portion Wir-Gefühl nicht schaden. Hier ein Vorschlag: „Ein Buch, ein gutes Buch, / das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt…“ Nicht gut? Wie wäre es dann mit: „Was wollen wir lesen, sieben Tage lang? / Was wollen wir lesen? Wissensdurst!“ Auch nicht gut? Dann müssen Sie halt selber dichten.

Schach: Sportlich

Zum Schluss noch ein hübsches Zitat von dem Fußball-Nationalspieler, FC Bayern-Profi und Herzens-Kölner Lukas Podolski (alias Prinz Poldi), das wahrscheinlich schon etwas älter ist, der Autor dieser Kolumne aber erst in dieser Woche in der „Bunten“ gefunden hat: „Fußball ist wie Schach. Nur ohne Würfel.“

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