Übersetzer auf Kamikaze-Kurs

Die „Süddeutsche Zeitung“ fängt Stimmen zum langjährigen Streit über die angemessene Vergütung literarischer Übersetzungen und das jüngste Veto des Übersetzerverband VdÜ zu den gemeinsamen Vergütungsregeln ein. „Über die neuerliche Ablehnung dieses sinnvollen und in jahrelangen Gesprächen erarbeiteten fairen Kompromissvorschlages durch den Übersetzerverband unter dem Einfluss einiger Hardliner an der neugewählten Spitze in völliger Unkenntnis der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Verlagsgeschäft bin ich schlicht fassungslos“, kommentiert beispielsweise Droemer-Chef Hans-Peter Übleis.

Das Veto des VdÜ treffe bei ihr auf „völlige Ratlosigkeit und Erschöpfung“, erklärt auch Antje Kunstmann – die Entscheidung sei eine „echte Kamikaze-Veranstaltung“ des Übersetzerverbandes.

Und selbst Autor und Übersetzer Henning Ahrens findet das VdÜ-Votum „betrüblich“; die Verbandsmeierei habe offenbar Machtkämpfe und eine Verengung des Blicks zur Folge gehabt.

Der neue VdÜ-Chef Hinrich Schmidt-Henkel appelliert an die Verleger, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen – der einstige Ruf nach verdreifachten Honoraren sei Vergangenheit, seine persönliche Glaubwürdigkeit auf beiden Seiten wappne ihn für den Spagat zwischen Verlagen und Übersetzern.

„Süddeutsche Zeitung“ (S. 18)

BÜCHER & AUTOREN

Internationales Literaturfestival: präsentiert 130 Autoren aus 50 Ländern – und zeigt, wie Dichtung und Politik einander huckepack nehmen oder abzuwerfen versuchen.
tagesspiegel.de

Bushido: preist in seiner Autobiografie (neben Geständnissen über sein Sexlleben) Mutterschaft, Familie, Heimat und Vertrauen.
welt.de

Amma Darko: schreibt und lebt in Ghana, ihre Bücher aber werden vor allem in Deutschland gekauft.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 40)

Hans Magnus Enzensberger, Jorge Semprún: diskutieren über Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit in Spanien und Deutschland.
fr-online.de, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 37)

Bernard- Henri Lévy, Michel Houellebecq: haben gemeinsam ein Buch geschrieben – Paris staunt; das Werk wird von Flammarion und Lévys Verlag Grasset gemeinsam vermarktet.
faz.net

Sigrid Löffler: keine gute Nachricht, dass sie sich zum Jahresende von „Literaturen“ zurückzieht – nach einem vergleichbaren polemischen Talent sucht man in deutschen Landen lange bis vergeblich.
fr-online.de

ONLINE

Axel Springer: kauft Fußball-Internetportal Transfermarkt.de, was „Bild“ mehr Nutzer bringen soll.
„Handelsblatt“ (S. 15)

MEDIEN & MÄRKTE

Print-Medien: Tagung des BDZV zeigt, dass Print niemals sterben wird/soll.
fr-online.de, Süddeutsche Zeitung (S. 19), „Financial Times Deutschland“ (S. 4)

Anwälte: Den „Juristen“ gibt es schon lange nicht mehr – ist der Juristentag noch zeitgemäß?
„Handelsblatt“ (S. 16)

Mode: Escada verstaubt in den Regalen, Luxus-Modemarke rutscht immer tiefer in die roten Zahlen.
„Handelsblatt“ (S. 14)

Videospiele: Im Bayern-Wahlkampf spielen Killerspiele wieder eine Rolle, doch die Fans wehren sich.
welt.de

Messe: Subventionen heizen angesichts des Überangebots an Messegeländen den Wettbewerb im Messegeschäft an.
„Handelsblatt“ (S. 18)

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