Postskriptum: Besuch von Bohlen

Bohlen: Besuchend

Für Rätselraten sorgt die Nachricht, dass Dieter Bohlen seinen Besuch auf der Frankfurter Buchmesse angekündigt hat. Grund des Besuchs ist gewöhnlich informierten Kreisen zufolge, dass der Sender RTL die Popularität des „Deutschland sucht den Superstar“-Jurors für eine neue Literatursendung nutzen will. Tatsächlich könnte man sich den Ex-Bestsellerautor durchaus in einer Casting-Show mit dem Titel „Deutschland sucht den Super-Autor“ („DSDS-Au“) vorstellen. Oder auch in einem Konkurrenzformat zu Elke Heidenreichs ZDF-Sendung „Lesen!“, etwa mit dem Titel: „Lies, du Nulpe!“   

Gott: Gefunden

Weitgehend unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit hat der Schweizer Weltbild Verlag im Februar die große Menschheitsfrage beantwortet, wo Gott zu finden ist. Zu dieser Zeit hatte Weltbild sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz im Rahmen der Aktion „Kinder schreiben an den lieben Gott“ zu „originellen und spontanen Zuschriften aus Kinderhand“ aufgerufen. Aber während die Schreiben hierzulande an die Weltbild-Zentrale in Augsburg geschickt werden sollten, gaben die Schweizer gleich den endgültigen Bestimmungsort an: „An den lieben Gott, Im Himmel, 4609 Olten“.

Erlangen: Explodiert

Vom diesjährigen Erlanger Poetenfest berichtete die „FAZ“ Anfang dieser Woche folgendermaßen: „Vorgestülpt die Lippen, ein regelrechter Rüssel, durch den sich ein Ü-Laut quengelt und als akustischer Rauchkringel in den Raum schwebt. Angegrollt wird er: ein O-Laut, groß wie Sodom und Gomorrha, das Mikrofon ist bis zum Stil verschluckt. Jetzt schmeichelt es, kreischt, säuselt, ein Deklamationsgewitter, dass es selbst den Siebs schüttelte. Plötzlich explodiert das Wort ,Skandal‘ in den Saal.“ Da denkt man doch: Um Gottes Willen, hoffentlich gab es keine Verletzten.

Verteilzentrum: Verhindert

In der Wirtschaftspresse war zu lesen, dass die Bürger im baden-württembergischen Metzingen per Volksentscheid den Bau eines neuen Logistikzentrums der Modefirma Hugo Boss verhindert haben. Was genau ihre Gründe waren, ist dem Außenstehenden nicht im Einzelnen bekannt. Einen Hinweis finden wir vielleicht mithilfe des berühmten Gedichts „Als er durch Metzingen gegangen war“ von Robert Gernhardt: „Dich will ich loben: Häßliches, / du hast so was Verläßliches. / Das Schöne schwindet, scheidet, flieht – / fast tut es weh, wenn man es sieht. / Wer Schönes anschaut, spürt die Zeit, / und Zeit meint stets: Bald ist’s soweit. / Das Schöne gibt uns Grund zur Trauer. / Das Häßliche erfreut durch Dauer.“ Wahrscheinlich wollte die Modefirma ein zu schönes Logistikzentrum bauen.

Britannien: Benetzt

Da wir uns in dieser Kolumne vergangene Woche bereits mit dem englischen Essen auseinandergesetzt haben, hier zum Schluss noch eine Bemerkung des Komikers Mark Britton zum englischen Wetter: „England ist ein schönes Land. Es braucht nur ein Dach.“

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