Postskriptum: Wortlose Weltenbummler

Weltenbummler: Wortlos
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Ein extrem hilfreiches Druckwerk für Auslandsreisende ist deshalb das „OhneWörterBuch“ von Langenscheidt, in dem „550 Zeigebilder für Weltenbummler“ abgebildet sind. Mithilfe der Bildchen kann man auch der Bevölkerung des hintersten Weltwinkels klarmachen, dass man zum Beispiel einen Kofferträger sucht oder eine Kakerlake entdeckt hat oder umgekehrt. Das hier abgebildete Symbol könnte den Weltwinkelbewohnern allerdings Rätsel aufgeben. „Warum“, könnten sie in der Landessprache denken, „teilt der junge Mann mit dem Rucksack mir mit, dass er keine Toilette sucht?

Rapper: Selbstbewusst
Der Skandal-Rapper Sido ist, wie wir vorvergangene Woche in einem großen Porträt in der „Bild“-Zeitung erfahren durften, entgegen dem äußeren Anschein ein durchaus feinfühliger und sensibler Mensch. Das macht es ziemlich schwierig, angemessen auf seine von „Bild“ zitierte Aussage zu reagieren: „Ich bin ein großartiger Dichter. Meine Songs haben einen Hook und ein Thema, einen Aufbau, eine Spannungskurve. Wie ein gutes Buch.“ Da formuliert man am besten behutsam: Sido, mein Lieber, wichtig ist, dass es dir gefällt!

Benedikt: Beherzt
Wenn man den Nachrichtendienst kath.net beim Wort nimmt, fand das interessanteste Ereignis des Australien-Besuchs von Papst Benedikt XVI. vorvergangene Woche abseits des Weltjugendtages statt. „Papst Benedikt lernte einen Teil der berühmten Tierwelt von Australien kennen“, schrieb kath.net. „Offensichtlich war Benedikt gegenüber den Tieren überhaupt nicht scheu und ließ es sich nicht nehmen, alle Tiere, auch die Python-Schlange, Eidechsen und sogar Baby-Krokodile anzugreifen.“

Samen: Symbolträchtig
Das Unternehmermagazin „impulse“ ging jetzt der Frage nach, welche Werbegeschenke am Messestand gut ankommen. Besonders angesagt sind laut „impulse“ derzeit Blumensamen. „Saatgut bildet ohnehin ein nahezu ideales Präsent“, schreibt das Blatt. Das leuchtet ein. Symbolisieren Samen doch den Wunsch, dass die Geschäftsbeziehung wachsen und gedeihen möge. Und – was noch viel wichtiger ist – die Bereitschaft, sie von Zeit zu Zeit ordentlich zu begießen.

Bezeichnungen: Bedeutend
Der Kartograf Stephan Hormes und die Grafikerin Silke Peust haben bei Kalimedia einen „Atlas der wahren Namen“ herausgebracht. Darin sind Städte und Landstriche mit der ursprünglichen Bedeutung ihres Namens verzeichnet. „Geradezu wie Lyrik“ lesen sich die etymologischen Karten, stellt das „Hamburger Abendblatt“ treffend fest: Da heißt zum Beispiel Paris „Stadt der Bootsleute“, London „Hügelfeste“ und die Schweiz „Land der vielen Flüsse“. Recht farblos nimmt sich daneben leider die Bezeichnung Berlins als „Sumpfstadt“ aus. Allerdings ist den Autoren zuzugeben, dass die klangvollere Alternative „Feuchtgebiete“ bei den Einheimischen derzeit Unmut hervorrufen könnte.

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