Chicks für die Lit

Damit Frauen ohne Fußball-Affinität zur EM nicht in die Röhre schauen, hat die Buch-Community www.Literatina.de eine „Chick-Lit Lounge“ als „Zufluchtsort vor Spielanpfiffen, Jubelschreien und schwenkenden Fahnen“ eröffnet (hier die Pressemitteilung). Das Portal wurde vom Kulturmanager Daniel Biester (Foto) gegründet und verzeichnet nach eigenen Angaben monatlich über 1 Mio Seitenaufrufe. Ein Interview mit Daniel Biester.

Was erwartet das Chick von heute bei Ihnen auf der Seite?
Zum einen wertvolle Buchtipps die auch selbst verfasst oder kommentiert werden können, interessante Interviews und natürlich jede Menge Diskussionen und Anregungen rund um die Welt der Bücher. Durch die Einbindung der „Chick-Lit Lounge“ wollen wir das Angebot der reinen Buchdiskussionen etwas auflockern und anders als gängige Foren in diesem Bereich etwas abrunden. Gerade Titel der Genres „Chick-Lit“ bieten jede Menge Diskussionsstoff.

Was wenn es inzwischen mehr weibliche Fußballfans als Leserinnen gibt?
Dann würden deutsche Stadien bei Bundesligaspielen restlos ausverkauft und Buchhandlungen erschreckend leer sein. Aber gerade die EM ist auch Thema bei Literatina, auch wenn 55 % der Mitglieder behaupten, dass die Europameisterschaft spurlos an ihnen vorbei zieht, so sorgen Michael Ballack und Christoph Metzelder doch für reichlich Gesprächsstoff. Dass die Zahl der weiblichen Fußball-Fans im allgemeinen erstaunlich hoch ist, ist gar keine Frage und gerade bei Welt- oder Europameisterschaften deutlich zu spüren.

Warum hat Chick-Lit besonders im Ausland Erfolg?
Weil das Angebot dieser literarischen Gattung präsenter ist als in einigen anderen Teilen Europas und die Medienlandschaft sicher auch einen nicht unerheblichen Teil dazu beiträgt. Ich denke, dass „Bridget Jones“ und „Sex and the City“ diese Thematik deutlich spürbar geprägt haben und gerade amerikanische oder englische Autorinnen daraus ihre Ideen schöpfen und einen Teil der eigenen Erfahrungen verwerten.

Warum tut sich das Genre in Deutschland noch schwer?
Dass sich das Genre hier in Deutschland schwer tut, möchte ich nicht unbedingt behaupten. Sophie Kinsella, Kerstin Gier oder Karyn Bosnak sind vielen ein Begriff und lassen sich gut verkaufen.

Was prädestiniert einen Mann für die Spitze einer Chick-Lit-Community?
Ganz sicher nicht die Verkörperung eines „Mr. Darcy“ 🙂 Ebenfalls an der Spitze dieses Themas steht ja die Nachwuchsautorin Diana K. Umbach, die sich hier stark einbringt, sowie die Administratorin Branka Kahl. Aus dem Bereich „Chick-Lit“ werde ich mich weitestgehend heraushalten, da das Thema mehr oder minder Frauen anspricht und von ihnen genutzt werden soll. Auch wenn männliche User in diesem Bereich herzlich willkommen sind, denke ich, dass man die Damenwelt „unter sich“ diskutieren lassen sollte. Warum ein Mann an der Spitze der Chick-Lit-Community steht? Nun ja, am Anfang gab es diesen Bereich ja bei uns noch nicht. Mehr oder minder ist er dazu gewachsen.

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28.11.2016
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