Blick in die Zukunft der Verlage

Die fortschreitende Digitalisierung stellt nicht nur Zeitschriften-, sondern auch Buchverlage vor neue Herausforderungen. Welche Ansätze in diesem neuen Internet-Umfeld für Verlage Erfolg versprechend sind, soll die von der Akademie des Deutschen Buchhandels veranstaltete und von der Unternehmensberatung  Heinold, Spiller & Partner sowie buchreport unterstützte Konferenz zum Thema „Verlag 3.0 – Vom Content Provider zum Community Publisher“ am 30. Juni im Literaturhaus München klären (hier mehr Infos, die Teilnahme kostet 690 Euro, Anmeldungen nimmt die Akademie des Deutschen Buchandels entgegen: Tel. 089/291953-64, info@buchakademie.de)

Zentrale Fragestellungen der Tagung:

  • Wie können tradierte Geschäftsmodelle angepasst bzw. neue entwickelt werden?
  • Wie können etablierte Herstellungsprozesse in Richtung eines multimedialen Content-Providing ausgeweitet werden?
  • Und wie müssen die Beziehungen zum Kunden, der nun auch als Co-Autor und Co-Designer für Produkte fungiert, neu definiert werden?
  • Welche neuen Produktions- und Vermarktungsmodelle ergeben sich für die Verlage?
  • Sind Webcasts, Podcasts und Communities innovative Impulse oder tragfähige Geschäftsmodelle?
  • Wie müssen die interne Verlagsorganisation und die Workflows den neuen Anforderungen angepasst werden?

Unter den Referenten und Moderatoren sind neben Erhardt F. Heinold (hier ein Interview zum Thema), Ulrich Spiller und buchreport-Chefredakteur Thomas Wilking: Robert Franken (urbia.com), Michael Munz (Holtzbrinck eLAB), Cornelius Fürst (TVzweinull), Mirza Hayit (Vertriebsleiter Haufe Mediengruppe), Dirk Moldenhauer (iRead Media) und Martin Korosec (Europa-Fachpresse-Verlag).
 
Im Vorfeld der Konferenz legen einige Referenten der Konferenz ihre Position zum Thema „Verlag 3.0“ in kurzen Essays auf buchreport.de nieder. Den Beginn macht Mirza Hayit (Foto), Geschäftsführer WRS-Verlag und Gesamtvertriebsleiter der Haufe Medien-Gruppe), der Verlagen zum Aufbau von Communities rät:

These 1: Einfach machen
Verlage sollten nicht mehr über den Sinn und Zweck von Communities diskutieren, sondern loslegen.

These 2: Eine Community zu managen ist Kerntätigkeit der Verlage
Leserforen, Kongresse oder Seminare können wir bereits managen, heute ist das Geschäftsfeld online-Community dazu gekommen. Kein Hexenwerk, sondern erweitere neue Tätigkeit für die IT, Redaktionen, Vertrieb und Marketingmanager.

These 3: Den Kunden ernst nehmen
Unsere Kunden sind längst mündig geworden. Und Sie wollen kommunizieren, interagieren. Den Kunden in die verlegerische Wertschöpfungskette einzubeziehen, dies auch zu wollen, ist die Herausforderung für die Unternehmung.

These 4: Eine Community muss gelebt werden und gesondert vermarktet werden
Ohne Herzblut, Glauben und Bereitschaft zu Invest geht es nicht. Für die Vermarktung sind neue Kommunikationswege und Inszenierungen zu wählen.

These 5: Eine Community bietet eine Chance für neue Geschäftsmodelle der Verlage
Wenn es einem Verlag gelingt die Community-Hoheit für eine Zielgruppe oder ein Themenfeld zu erschliessen, dann ergeben sich neben den bekannten Anzeigenerlösen und e-commerce-Erlösen erweiterte Geschäftsmodelle.

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