James Bond gegen Engleby

undefinedDer Autor des Jahres in Großbritannien heißt Sebastian Faulks. Kein anderer Schriftsteller ist derzeit auf der Insel so sichtbar wie der 55-Jährige, der gleichzeitig auf drei Hochzeiten tanzt und aus den Schlagzeilen nicht mehr herauskommt – und das für zwei verschiedene Verlage.

Ob James Bond für Penguin, Signierstunden für die Taschenbuchausgabe seines jüngsten Romans „Engleby“ (Hutchinson/Vintage), ein Interview mit Premierminister Gordon Brown im Rahmen der London Book Fair oder eine Waterstone’s-Promotion mit seinen 40 Lieblingsbüchern – Sebastian Faulks ist schon da.

In der vergangenen Woche hat der von ihm aus Anlass des 100. Geburtstags von Ian Fleming am 28. Mai geschriebene neue James-Bond-Roman für Headlines und jede Menge Blitzlichtgewitter gesorgt. Für „Devil May Care“, der in Deutschland zeitgleich bei Heyne erschienen ist („Der Tod ist nur der Anfang“), hat Penguin tief in die Marketingkiste gegriffen:

  • Die ersten sieben Exemplare des Buches wurden am Dienstag mit Hubschraubern von der Druckerei in Sussex nach London geflogen, zuerst zum Signieren an Bord des Zerstörers „HMS Exeter“ und dann in einer Kavalkade von noblen Bentleys in die Waterstone’s-Filiale Piccadilly gebracht.
  • Zur Kampagne gehören auch ein digitales Werbebanner am Piccadilly Circus mit Countdown-Uhr, 450 große Poster auf britischen Bahnhöfen und 600 Plakate in der Londoner U-Bahn sowie eine zweiwöchige Werbekampagne in Kooperation mit der „Times“ inklusive Vorabdruck, doppelseitigen Anzeigen und kostenloser DVD-Beigabe des Bond-Films „Octopussy“.

James Bond hat Faulks viel Spaß gemacht, doch ein Dauerjob ist 007 für ihn nicht. Nach dem Abstecher in die Agentenszene schreibt er wieder für Hutchinson die literarisch-einfühlsamen Personenporträts, die sein Markenzeichen sind. So wie „Engleby“, von dem Vintage im Taschenbuch mittlerweile weit über 100.000 Exemplare verkauft hat. Die Nachfrage hält an: Der Roman, der auch im unabhängigen Buchhandel ein Bestseller ist, wurde vom Buchclub der „Daily Mail“ als Auswahltitel für den Sommer ausgewählt und wird auch von Waterstone’s massiv beworben.

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