Die Kombi für den Übergang

Ach, wie war das früher doch einfach: Wenn man Maschinenbauern, Wirtschaftswissenschaftlern oder Ärzten Fachinformationen verkaufen wollte, ließ man einfach ein paar Bücher drucken und für die Zeit bis zur nächsten Auflage versorgte man sie über die jeweiligen Fachzeitschriften mit dem nötigen Input. Und dann war plötzlich das Internet da.

Ganz so plötzlich, wie es heute erscheint, wenn man sich die Verlagswelt anschaut, natürlich nicht, auch wenn sich der Veränderungsdruck erst jetzt richtig aufbaut. Klar ist: Die Zukunft tickt digital. Wer heute Kinder und Jugendliche und ihren Umgang mit Computer, Handy & Co. beobachtet, kann eigentlich zu gar keinem anderen Schluss kommen.

Werbeerlöse erleichtern den Wandel

Heute wird schon ein stetig wachsender Teil der Fachinformationen übers Internet abgefragt. Ein prominentes Beispiel wie Vogel Business Media zeigt das: Der Verlag hat – zwar erst 2005, aber immerhin – die Bedeutung des Internets erkannt: Das Web hat sich für die Entscheider zum wichtigsten Info-Medium entwickelt, außerdem ergeben sich zunehmend Erlösmöglichkeiten, weil auch die Werbetreibenden die Möglichkeiten im Netz akzeptieren und suchen. Deshalb haben die Würzburger ihr Online-Angebot von der unternehmenseigenen Future Group diesen Gegebenheiten entsprechend weiterentwickeln lassen. Heute bieten sie auf die User abgestimmte bzw. von ihnen selbst abstimmbare Webseiten mit zahlreichen innovativen wie klassischen Werbemöglichkeiten an.

Das ist mustergültig. Und zwar für die Übergangszeit, in der wir uns befinden. Kein Verlag denkt natürlich derzeit daran, seine Zeitschriftensparte einzudampfen oder gar einzustampfen. Im Printbereich wird eben heute noch der weitaus größte Teil des Geschäfts gemacht. Deswegen ist angesichts der heutigen Nutzerstruktur und auch angesichts der derzeitigen technologischen Realitäten die Kombination von Print- und Online-Angeboten zwingend. Gedruckte Fachinformationen und die dazugehörenden Websites können einander gegenseitig unterstützen. Gebündelte, crossmediale Angebote für die Werbekunden stärken die Kombination.

Das Internet ist bald überall

Denken wir ein wenig über unseren für gewöhnlich beschränkten technologischen und Zeithorizont hinaus, ergibt sich folgendes Bild:

  • Das Internet wird bald überall verfügbar sein, stationär wie auf mobilen Devices. Ein Blick ins Silicon Valley oder auch in bestimmte asiatische Länder kommt uns in Deutschland noch recht futuristisch vor, ist aber ein Aspekt des Heute.
  • Die nachrückende Generation, die in absehbarer Zeit ins Wirtschaftsleben eintritt, hat ein vollkommen anderes Verhältnis zu digitalen Medien und auch zu Printmedien als die meisten derer, die heute in den Unternehmen sitzen und entscheiden. Sie wird Informationen in viel stärkerem Maße digital nutzen wollen.

Realistisch betrachtet ist die Zukunft eigentlich schon heute. Und heute geht es eben darum, den Übergang zu einer voll digitalisierten Informationswirtschaft zu managen. Wer das nicht schafft, wird bald Vergangenheit sein.

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