Ein Riese reicht die Hand

Während es im Gebälk der Branche zwischen großen Filialisten und kleineren Verlagen immer lauter knirscht, will die Mayersche Gutes tun und trommelt laut für die Kooperation: Unter dem Motto „Independent Day“ kommen am 9. September in Aachen die Verantwortlichen der Ressorts Einkauf, Vertrieb und Marketing der Kette mit Vertriebsleitern unabhängiger Verlage zusammen. „Wir wollen herausfinden, auf welchen Ebenen sich die Zusammenarbeit intensivieren lässt“, legt Michael Wieser (Foto), Mitgeschäftsführer der Mayerschen, die Sprunglatte auf.

Filialist bespielt die ganze Klaviatur

Rund 25 Verlage, darunter der marebuchverlag und Kunstmann, haben sich bisher angemeldet, brisante Themen wie die polarisierende Konditionenfrage werden ausgeklammert. „Wir planen schließlich keine branchenpolitische Tagung. Konditionen müssen verträglich sein, sie stehen aber nicht im Vordergrund der Veranstaltung“, betont Wieser. Weil „Personen und Programme Umsätze bewegen“, bittet die Mayersche stattdessen Entscheider beider Seiten „zum regen Gedankenaustausch auf ein breites Spielfeld“.

Mit handfesten strategischen Zielen für die eigene Positionierung: Der Independent Day soll auch der Optimierung des Sortiments der Mayerschen dienen, die mit einem Umsatz von 145 Mio Euro hinter dem Spitzenreiter Thalia Holding (801 Mio Euro) und der DBH (711 Mio Euro) auf dem dritten Platz im buchreport-Ranking der „50 größten Buchhandlungen“ rangiert. „Wir wollen in unseren Filialen nicht nur den Mainstream anbieten, sondern für die Kunden möglichst die ganze Bandbreite und die komplette Klaviatur der Themen bereithalten, die von Verlagen angeboten wird“, betont Wieser. Als Forum für unabhängige Verlage geht der „Independent Day“ mit folgenden Kernofferten an den Start:

  • Verlage können dem Einkauf Bücher abseits des Massenmarkts präsentieren, in Gesprächsrunden sollen konkrete Möglichkeiten der verbesserten Kooperation auf das Tapet gebracht werden.
  • Weil die Mayersche den Markt in seiner Vielfalt stärker in den Blick nehmen will, können sich auch Newcomer in Szene setzen. Das Credo: „Nischen-Anbieter sind meist schneller am Markt – man kann einiges von ihnen lernen.“

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