Gewisse schöpferische Aktivität

Die Bundesregierung hat Kulturschaffende und Kreative als Wirtschaftsfaktor mit einem Gesamtumsatz von 121 Mrd Euro identifiziert und will sich intensiver um deren „erwerbswirtschaftlichen Potenziale“ – namentlich die Bedingungen von Wachstum und Beschäftigung – kümmern. Hierfür wurde in der vergangenen Woche in Berlin, von der Öffentlichkeit wenig beachtet, die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft gestartet.

Die darin versammelten Kreativbranchen ergeben ein buntes Konglomerat von Buch über Kunst und Design bis zu Werbung und Computerspiel. „Wenn man näher hinsieht“, so die Parlamentarische Wirtschafts-Staatsekretärin Dagmar Wöhrl, „merkt man sehr schnell, dass sie etwas gemeinsam haben: nämlich eine gewisse schöpferische Aktivität.“ Die soll die Klammer für die ganzheitliche Sicht der „Teilbranchen“ als ein Wirtschaftszweig bilden, deren Gemeinsamkeiten aber noch erarbeitet werden müssen.

Branchenhearing soll Handlungsbedarf herausarbeiten

Unter Federführung des Wirtschaftsministeriums und des Kulturstaatsministers wird ein Jahr lang in „Branchenhearings“ der Handlungsbedarf aus Sicht der „Teilbranchen“ gesammelt. Den Auftakt macht die Werbewirtschaft Mitte Juni in Düsseldorf, es folgen bis zu sieben nach der Sommerpause. Die Buchverlage werden voraussichtlich erst im 1. Quartal 2009 zum Zuge kommen:

  • Die Hearings sind auf 30 bis 40 Personen beschränkt.
  • Zu Wort kommen sollen ein Experte, der nicht selbst Branchenangehöriger ist, als Key-Note-Speaker sowie Branchenvertreter unterschiedlicher Größe.
  • In der Diskussion sollen die Themenschwerpunkte erarbeitet und der Handlungsbedarf priorisiert werden.
  • Es besteht die Möglichkeit, die Veranstaltung, als Event zur Außendarstellung der Branche zu nutzen.

Konzept zum Schutz des geistigen Eigentums angemahnt

Für die Buchbranche, die in Berlin mit der Preisbindung, ermäßigter Mehrwertsteuer und zuletzt auch der Nutzung von Inhalten in Schulen und Bibliotheken („Zweiter Korb“) vergleichsweise gut positioniert ist, hat beim Initiativen-Start Börsenvereins-Geschäftsführer Alexander Skipis mit einem kurzen Statement ein Thema platziert, das auch andere Branchen interessieren dürfte: Die Bundesregierung müsse dringend ein Konzept zum Schutz des geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter erarbeiten. „Derzeit wird nur auf technische oder faktische Entwicklungen reagiert“, so Skipis: „Das führt letztlich zum Abbau des geistigen Eigentums und das ist eine der wichtigsten Resourcen in Deutschland.“

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