E-Book-Fieber an der Themse

Das Stichwort Digitalisierung zog sich in dieser Woche wie ein roter Faden durch die London Book Fair (Foto: LBF).  Die Ankündigungen überschlugen sich geradezu: Während Random House (im Juli) und Faber (im Herbst) die ersten elektronischen Bücher planen, gehen die Penguin-Gruppe sowie Pan Macmillan noch einen Schritt weiter und bringen ab September bzw. Januar 2009 sämtliche Neuerscheinungen parallel gedruckt und als E-Book heraus.

Neben der Digitalisierung sorgten im Lager der britischen Gastgeber vor allem Personalien für reichlich Gesprächsstoff:

  • Anthony Forbes-Watson, bis 2005 Verleger der Penguin-Gruppe, löst bei Pan Macmillan als Interims-Geschäftsführer Verlagsleiter David North ab, der vergangene Woche überraschend seinen Hut genommen hat.
  • Ex-Transworld-Chef Patrick Janson-Smith wechselt nach zwei Jahren als Literaturagent bei der Christopher Little Agency wieder die Seiten und baut für HarperCollins das neue Belletristik-Imprint Blue Door auf.

Buchmesse im Aufwind

Agentenzentrum auf der London Book Fair

Die offiziellen Zahlen werden erst in einigen Tagen veröffentlicht, doch „gefühlt“ präsentierte sich die London Book Fair in Rekordlaune. So reibungslos wie sich die Premiere der Londoner Messe im Vorjahr im Ausstellungskomplex Earls Court dargestellt hatte, ging es im zweiten Jahr am neuen Standort weiter: Bereits am Montagvormittag meldeten die Messedirektoren Alistair Burtenshaw und Emma House hoch zufrieden ein „volles Haus“:

  •  Das Gedränge in den Gängen hatte streckenweise Frankfurter Niveau und das, obwohl durch die Öffnung der Messehalle Earls Court 2 großzügiger aufgebaut werden konnte.
  • Nach wie vor verbesserungswürdig ist das Leitsystem, ein Punkt, für den die Messeleitung im kommenden Jahr Abhilfe verspricht. Positiv aufgenommen wurde die Entscheidung, alle Aussteller auf einer Ebene zu versammeln; lediglich das International Rights Centre ist im Obergeschoss geblieben.
  • Eng war es nicht nur bei den großen Verlagsgruppen, sondern auch bei vielen kleineren Verlagen, besonders bei den Mitgliedern der Independent Alliance: Die zehn Verlage waren im Karree aufgebaut, jeder mit einem individuellen Stand und doch unübersehbar als Einheit präsentiert.
  • Am deutschen Gemeinschaftsstand herrschte ebenfalls an allen Tagen lebhafter Betrieb. Auf 108 qm präsentierte sich die deutsche Abordnung in bester Lage mitten im Getümmel von Earls Court 1, in Tuchfühlung zu Schweizern, Italienern und Franzosen.

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