Aufgefallen: Jürgen Todenhöfer

In den 70er- und 80er-Jahren machte Jürgen Todenhöfer (Foto: Random House) Karriere als CDU-Bundestagsabgeordneter. Heute übt er in seinen Bestsellern scharfe Kritik an den Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan.

Als Jürgen Todenhöfer von 1972 bis 1990 für die CDU im Bundestag saß, galt er als Vertreter des konservativen Parteiflügels. Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag stieg er zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Medienkonzerns Burda auf. Eine dritte Karriere startete Todenhöfer 2003 als Bestsellerautor – und Gegner des „Kriegs gegen den Terror“. In den Bestsellern „Wer weint schon um Abdul und Tanaya“ (2003 bei Herder, Platz 2 der „Spiegel“-Bestsellerliste) und „Andy und Marwa“ (2005 bei C. Bertelsmann, Rang 2 der „Spiegel“-Liste) beschrieb er die verheerenden Folgen der Afghanistan- und Irak-Kriege.

Im vergangenen Jahr reiste Todenhöfer unter großem Risiko in die irakische Krisenregion. In seinem neuen Buch „Warum tötest du, Zaid?“ (C. Bertelsmann) berichtet er von Begegnungen mit irakischen Widerstandskämpfern – und wirbt wieder dafür, den Hass zwischen den Kriegsparteien zu überwinden. Um auch die US-Öffentlichkeit zu erreichen, hat Todenhöfer wesentliche Passagen des Buches auf Englisch ins Internet gestellt. Den Bucherlös will er für ein israelisch-palästinensisches Jugendprojekt und für irakische Flüchtlingskinder spenden.

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