Ehrhardt F. Heinold: Die Quadratur des Kreises?


 |  22. Mai 2012  |  Keine Kommentare »

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Angesichts der enormen Veränderungen in der Medienlandschaft bewegt das Thema Innovationsmanagement die Verlage wie kaum ein zweites. Auf dem Buchcamp habe ich Anfang Mai in Frankfurt eine Session zum Thema durchgeführt. Die Frage: Wie können Verlage, Buchhandlungen und andere Medienunternehmen innovativ sein? mehr…


Andreas Kaspar: Pirateriebekämpfung ist auch Kundenschutz!


 |  16. Mai 2012  |  9 Kommentare »

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Die Verlage vertrauen sehr darauf, dass ihre Leser die aufgebauten legalen Angebote auch in Anspruch nehmen. Schaue ich mir die aktuell verfügbaren E-Book-Angebote bei eBay.de an, behaupte ich: Die zahlungswilligen Kunden der Verlage gehen offenbar ganz woanders shoppen.
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Petra van Cronenburg: Wir sind die Urheber? Ohne mich!


 |  12. Mai 2012  |  9 Kommentare »

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Es ist womöglich eine sehr „deutsche“ Reaktion: Anstatt sich an einen Tisch zu setzen und Zukunft aktiv zu gestalten, steckt man sich Buttons an: Für oder gegen Atomkraft, für oder gegen Fleisch, für oder gegen das Urheberrecht. Die Schützengräben verlaufen durchs Wohnzimmer, die Gegner sind klar gekennzeichnet und immer ist der andere der Feind. mehr…


Eva Hehemann: Braucht die Buchbranche eine Quote?


 |  07. Mai 2012  |  Keine Kommentare »

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Die Diskussion um eine gesetzliche Quotenregelung reißt nicht mehr ab. Eine immer breiter werdende Front aus Frauen und Männern setzt sich vehement dafür ein. Mit fundierten Studien und medienwirksamen Maßnahmen werden die Argumente der Gegner einer gesetzlichen Vorgabe entkräftet. mehr…


Karl-Ludwig von Wendt: Stehen Sie in der Todeszone?


 |  04. Mai 2012  |  4 Kommentare »

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Mehr als 99% aller Spezies auf der Erde sind ausgestorben. Vermutlich sind auch 99% aller jemals gegründeten Unternehmen inzwischen vom Markt verschwunden. Nur diejenigen, die sich an veränderte Umweltbedingungen anpassen können, überleben. Wie ist es mit Ihnen? mehr…


Martina Bergmann: Buchhändler sind Kaufleute


 |  02. Mai 2012  |  3 Kommentare »

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Martina Bergmann: Buchhändler sind Kaufleute
Eine gängige Meinung lautet: Kein Buchhändler hat seinen Beruf gewählt, um Kaufmann zu werden. Eine andere: Wer mit Büchern Geld verdient, hat von deren Inhalt keine Ahnung. Beides lässt sich eindrucksvoll belegen. Deswegen stimmt es trotzdem nicht.
Ich bin Buchhändler geworden, weil eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung in meinem Elternhaus die Bedingung war, um seine Studienfächer frei zu wählen. Ich wollte Geschichte studieren, paar Sprachen auch. Und Buchhändler war derjenige Lehrberuf mit größter Inhaltsnähe. Berufsschule: Zwanzig Leute durcheinander, mehr Abiturienten als Mittelschüler, ein paar abgebrochene Geisteswissenschaftler; die übliche Mischung. Und das Lamento, an das ich mich gewöhnen sollte: Buchhandelsbetriebslehre, ein Schauderwort. Allgemeine Wirtschaftslehre, und sanfter Grusel benetzte den Sitzkreis. Über allem aber immerzu der Schockbegriff: Rechnungswesen, ReWe. Kein Wort ist unter den Buchhändlern mehr emotional aufgeladen als kaufmännische Buchführung, und nicht eines so zu Unrecht.
Um es deutlich zu sagen: Ich finde Buchführung stinklangweilig. Das ist eine Tätigkeit wie Puzzeln, Briefmarken sortieren oder Nordic Walking. In der Berufsschule ist Rechnungswesen jedoch ein prüfungsrelevantes Fach, und ich verstehe den Lehrherrn nicht, der seinem Auszubildenden lauter Fünfen und gar Sechsen durchgehen lässt. Ich war ja ungelenk in Sport, da hatte ich immer schlechtere Noten als woanders. Aber nie ein Mangelhaft. Das ist für mich eine Frage von Disziplin. Wenn es gar nicht geht, sitz es ab, das gibt immer eine Gnadenvier. Aber die Buchhändlerinnen: Ich seh sie da hocken und Tee trinken; das war die Zeit dieser fiependen Silberflaschen. Facebook von heute ist demgegenüber wenig geräuschvoll. Und Facebook ist fröhlicher. Dies war eine Kakophonie von schlechter Laune, Ringelshirts und Befindlichkeiten, die mir Kopfschmerzen bereitete. Ich mochte sie nicht, aber ich hatte auch eine andere Melodie im Kopf, der ich folgen konnte. Es war mir egal. Ich hatte in Rechnungswesen hundert Punkte.
Letzte Woche dachte ich an meine Berufsschulklasse. Der Zusammenhang war leider kein sympathischer. Zwanzig Kilometer von hier, also fast in meiner Nachbarschaft, ging ein Buchhändler krachend in die Insolvenz. Es war einmal das erste Haus am Platz, habe ich mir sagen lassen. Wer auf sich hielt, der kaufte da. Honoratioren: Ärzte, Juristen, auch der Landadel. Und alle immerzu umsorgt und gehegt von kundigen, klugen Buchhändlern. Ich war da auch schon Kunde, und tatsächlich kann ich kein schlechtes Wort über die Fachkompetenz verlieren. Sie hat sich mir nicht mitgeteilt. Dazu hätte man mich grüßen müssen – Guten Tag, Frau Bergmann. Man hätte fragen können, Kann ich Ihnen helfen? Was kann ich für Sie tun? Stattdessen ein stummer Vorwurf, sobald ich dort hineinging. Ach, das ist doch die, die manchmal lacht. Die Verrückte, die mit ihrem Facebook. Na, na, na, wenn das die Studienräte sehen. Oder der Literaturkundelehrer aus Malente. Er würde die Nase rümpfen. Wegen mir: Soll er sich winden, der gute alte Bücherwurm, denn das ist sein Modus. Ich mag verschwurbelte, aus der Zeit gefallene Typen. Ich finde sie großartig, ich hege Bewunderung für Literaten und Wissenschaftler. Aber die, die sich so bewegen können, schlendern gemeinhin nicht als Sortimentsbuchhändler auf der so genannten Fläche. (Nebenbei, der Literaturkundelehrer von damals ist ein kluger Mann mit sonnigem Gemüt. Ich habe bei ihm viel gelernt – Werbetexte schreiben beispielsweise.)
In den Buchhandlungen halten sich jedenfalls Angestellte mit kaufmännischem Gesellenbrief auf, und keine Geistesakrobaten mit Freifahrtschein für alles mögliche. Sie sollten wissen, erstens – Der Geselle ist kein Meister. Er ist nicht der Chef. Das ist ein anderer Job, das ist der härtere. Wer den heute tut, der rüste sich wohl, der wisse, welche Risiken er eingeht. Und der wisse auch, für wen er das tut – Für sich selbst zuerst. Ich kann mir nicht erklären, woher dieses Grundverständnis des buchhändlerischen Angestellten rührt, er müsse nur konsequent schlampig rechnen oder sich überhaupt weigern, dies zu tun, dann könne er unbeschleunigt Ware verräumen, Stammdaten pflegen und wortreich seinen Verdruss über den Chef mit der geneigten Kundschaft teilen. Das ist keine Kultur, die mir persönlich liegt, und im Allgemeinen sicher keine zeitgemäße. Liebe Kollegen Unternehmer, diesen Blog schreibe ich mit Kompliment an eine Chefin in Osnabrück, die ich – an Angestellten und Gesinnungspresse vorbei – eine souveräne Kapitänin finde. Und ich schreibe ihn mit Wink an Sie alle. Die Zeiten sind leider hart, das ist so. Schauen Sie umso mehr, wer Kurs mit Ihnen hält. Ich habe letzthin zwei Leuten wegen Verdrießlichkeit gekündigt. In Ihrer und meiner Betriebsgröße, unter fünf, ist das zwanglos möglich. Es hat mir sehr gut getan, und seit ich wieder mehr im Laden sichtbar bin, steigt der Umsatz zweistellig. Das kommt meinem Wohlbefinden außerordentlich zugute: emotional und buchhalterisch.
Martina Bergmann ist Inhaberin bei Bücherland Westfalen in Borgholzhausen.

Eine gängige Meinung lautet: Kein Buchhändler hat seinen Beruf gewählt, um Kaufmann zu werden. Eine andere: Wer mit Büchern Geld verdient, hat von deren Inhalt keine Ahnung. Beides lässt sich eindrucksvoll belegen. Deswegen stimmt es trotzdem nicht. mehr…


Susanne Krones: Gerecht ist besser – für alle!


 |  30. April 2012  |  1 Kommentar »

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Viel wird derzeit über die historisch einmaligen Herausforderungen diskutiert, vor denen unsere Branche in Zeiten der Digitalisierung steht – zu Recht. Wenig darüber, ob ihre Unternehmenskulturen für das 21. Jahrhundert gerüstet sind – zu Unrecht. Ein Plädoyer für mehr Leistungsorientierung, Geschlechter- und Generationengerechtigkeit und zukunftsfähige Arbeitsmodelle in der Buchbranche.
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Susanne Martin: Ich hatte einen Traum


 |  26. April 2012  |  14 Kommentare »

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Neulich habe ich was schönes geträumt: Ich bekam einen Brief von meinem Barsortiment, in dem es mir mitteilte, dass ich mich demnächst bei der „Buchplattform des unabhängigen Deutschen Buchhandels“ registrieren könnte, einer Datenbank, die die gesammelten Daten von Libri, KNV, Umbreit und Libreka enthält.  mehr…


Kilian Kissling: Wir sind keine Verwerter!


 |  24. April 2012  |  3 Kommentare »

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Mich wundert nicht erst seit gestern, dass sich kaum jemand in unserer Branche, zumal diese ja nun sehr sprachbewusst ist, an den Begrifflichkeiten stört, mit denen die Urheberrechtsdebatte in den vergangenen Jahren geführt wird. Wahlweise ist da von Contentindustrie, Buchindustrie, Verwertern oder gerne auch Verwertungsindustrie die Rede, wenn es um unsere Verlagsbranche geht. Vor allem der Begriff Industrie wird immer wieder gern genommen. mehr…


Rüdiger Wischenbart: Auf den Kopf gestellter Zauberlehrling


 |  19. April 2012  |  2 Kommentare »

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Wie konnte es geschehen, dass eine so abstrakte wie randständige Materie wie das Urheberrecht solch massive politische Wirkung entfaltet, mit Hebeln, die von den Rändern bis ins ideologische Zentrum der Gesellschaft einhaken? Ein Plädoyer für pragmatische Lösungen. mehr…