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Verlage
Montag, 17. Dezember 2012 (11:24 Uhr)


Lucy Mindnich fordert mehr kostenlose E-Book-Angebote

Appetit auf mehr

Im Ringen um tragfähige Geschäftsmodelle im digitalen Markt führt die „Welt“  als erste deutsche überregionale Zeitung ein kostenpflichtiges Online-Angebot ein. Über 20 kostenlose Artikel soll der Nutzer an ein Abonnement herangeführt werden. Ähnliche Modelle etablieren sich in der Buchbranche: 

  • Wer sich im Shop von Amazon und Kobo mit E-Books versorgt, kann die ersten Seiten kostenlos lesen und wird dann aufgefordert, das E-Book zu kaufen. 
  • Die Verlage Bastei Lübbe und Egmont versuchen, neue Leser für ihre digitalen E-Book-Serien zu gewinnen, indem sie Folge 1 kostenlos anbieten. 
  • Auf dem Sony-Reader ist der Gmeiner-Krimi „Ballaststoff“ vorinstalliert. Die Kunden werden auf die Krimiserien von Ella Danz aufmerksam, die Nachfrage nach ihren Titeln sei seitdem deutlich gestiegen, heißt es vom Verlag. 
  • Der italienische Verlag RCS Libri bietet Zugfahrern einen kostenlosen Zugriff auf E-Books des Verlags an, um neue Leser zu gewinnen (mehr dazu im aktuellen buchreport.express 50/12).
  • Um ihre Serien und Autoren bekannt zu machen, stellen die Verlage dtv, Bastei Lübbe, Gmeiner und Carl Hanser einzelne Werke für die E-Book-Bibliothek von Amazon zur Verfügung. Die Vergütung liegt deutlich unter dem Verkaufserlös, die Verlage hoffen auf Marketingeffekte und Folgekäufe. 

Gelingt es den Autoren, die Leser in den Bann zu ziehen, können neue Zielgruppen Geschmack am Medium Buch finden. Insbesondere Tablet-Nutzer, die bisher nicht zum Buch gegriffen haben, lassen sich so zum Kauf animieren. Verlage sollten deshalb (auch in den Experimentierküchen anderer Branchen) nach weiteren Rezepten für Appetithäppchen suchen. Letztlich ist jede Kostenlos-Aktion effektiver als selbst die teuerste Marketingkampagne fürs Lesen.



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