Verlage
Montag, 20. Juli 2015 (14:28 Uhr)


Holtzbrinck-Verlage führen „weichen Kopierschutz“ ein

Bremsklotz über Bord

Immer mehr Verlage kippen das harte Digital Rights Management: Die deutschen Töchter der Holtzbrinck Publishing Group werden ab August ihre E-Books mit „weichem Kopierschutz“ anbieten. Die digitalen Bücher von Droemer Knaur, Kiepenheuer & Witsch, den Rowohlt Verlagen und der S. Fischer Verlage kommen künftig mit digitalen Wasserzeichen in den Handel.

Ende Juni hatte Bonnier den Abschied vom „harten“ DRM gemeldet. In den letzten Monaten sind immer mehr Verlage auf weichen Kopierschutz umgestiegen, zuletzt u.a. Hoffmann und Campe, DuMont und dtv.

„Die Einführung des weichen Kopierschutzes ist das Ergebnis sorgfältiger Prüfungen von technischen Standards und Marktentwicklungen. Die bisherigen Erfahrungen mit dem digitalen Wasserzeichen im In- und Ausland haben gezeigt, dass dies genau so effektiv und zuverlässig das Urheberrecht unserer Autoren schützt wie ‚hartes‘ DRM“, kommentiert Peter Kraus vom Cleff, Kaufmännischer Geschäftsführer der Rowohlt Verlage, den Richtungswechsel von Holtzbrinck. Das Unternehmen werde „Verletzungen von Urheberrechten und illegalen Missbrauch unserer Verlagsrechte weiterhin konsequent verfolgen". Kraus vom Cleff: „Wir sind überzeugt, dass durch den weichen Kopierschutz der Umgang mit unseren E-Books für die Leserinnen und Leser deutlich vereinfacht wird.“ Die Umstellung betreffe den Verkauf von E-Books über Vertriebspartner der Verlage, die einen Kopierschutz mit digitalen Wasserzeichen nach besten technischen Standards ermöglichen.

Mehr zum Thema in der kommenden Ausgabe von buchreport.express.



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