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40 Prozent weniger sind ideal

Während die Absatz-Kurve der E-Reader allmählich abflacht, wächst der digitale Inhalte-Verkauf weiterhin hochdynamisch. Im ersten Halbjahr 2013 stiegen die Erlöse um fast 70%.
Nach Angaben der GfK, die kontinuierlich rund 20.000 Konsumenten in Deutschland befragt, lag der Umsatz mit E-Books (ohne Schul- und Fachbücher) im ersten Halbjahr 2013 bei 74 Mio Euro, ein Plus von 68%. Weitere Zuwächse erwarten die Meinungsforscher in den erfahrungsgemäß stärkeren letzten beiden Quartalen des Jahres.
Weitere Ergebnisse der Studie:
  • Der typische E-Book-Kunde sei zwischen 30 und 59 Jahre alt, verfüge über ein höheres Einkommen und mittlere Bildung. 
  • Mit einem Durchschnittsalter von 42 Jahren seien E-Book-Käufer deutlich jünger als Käufer von gedruckten Büchern (Durchschnittsalter: knapp 50 Jahre).
  • 15% der Konsumenten haben von „enhanced/enriched” E-Books gehört. „Interessant“ bis „sehr interessant“ fänden diese Art von E-Books besonders die 20- bis 29-Jährigen.
  • Die optimalen Preise für E-Books liegen 40% unter den Preisen der gedruckten Bücher (als optimaler Preis definiert die GfK den Preis, an dem die Anzahl der Befragten, denen das Produkt „zu günstig“ ist, gleich jener Anzahl von Befragten ist, die das Produkt als „zu teuer“ einschätze) – bei diesem Preis wäre der Absatz von E-Books am höchsten. Dass sich die deutschen Konsumenten niedrigere E-Book-Preise, wünschen, hatte auch eine Kurzumfrage von buchreport.de gezeigt.
Der gesamte Download-Markt (neben E-Books auch Musik und Games) habe einen Anteil von knapp 11% am Entertainment-Markt und habe von Januar bis Juni 401 Mio Euro umgesetzt (+20%). Auf E-Books entfielen 22% der Umsätze. Zum Vergleich: Im gesamten Entertainment-Markt (also auch physische Tonträger, Spiele usw), der im ersten Halbjahr 2013 um 3% gewachsen sei, habe der Buchmarkt einen Umsatzanteil von 40%. 

Kommentare

2 Kommentare zu "40 Prozent weniger sind ideal"

  1. Michael Lemster | 5. Oktober 2013 um 10:30 | Antworten

    Bin ich begriffsstutzig, oder gibt es einen Widerspruch in den Zahlen im letzten Absatz? Oben ist von einem Anteil von knapp 11% die Rede, ganz unten von knapp 1%. Ich nehme an, in der vorletzten Zeile war beabsichtigt zu sagen „Downloadmarkt an E-Books“. In meinem kleinen xls (ich hoffe, es lässt sich in der BR-Webanwendung vergrößern!) sieht es so aus, und ich komme auf ca. 2% Anteil:

    • Danke für den Hinweis. der letzte Satz war überflüssig und nicht korrekt. Downloads haben einen 11%-Anteil am gesamten Entertainment-Umsatz…

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