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Verlage
Montag, 02. November 2009 (09:01 Uhr)


Macmillan senkt Autorenanteile bei E-Books

Rotstift bei Tantiemen

Die Verteilungskämpfe bei E-Books könnten an Schärfe gewinnen. Nachdem Random House und Simon & Schuster zuletzt die Tantiemen der Autoren gesenkt haben, zieht Macmillan jetzt nach – und reduziert den Anteil bis auf die Niedrigstmarke von 20%. Proteste der Autorenverbände sind programmiert.

In der vergangenen Woche hat Macmillan-CEO John Sargent in einem Brief an Agenten (hier zum Download) die Vereinheitlichung der bisher disparaten Autorenverträge angekündigt. Dabei soll bei allen Macmillan-Töchtern (u.a. St. Martin's, Farrar Straus and Giroux, Henry Holt, Picador) künftig einheitlich nur noch 20% des Reinerlöses von E-Books an die Autoren ausgeschüttet werden. Dies meldet E-Reads (hier). Zum Vergleich: In den englischsprachigen Ländern werden bei Lizenzverhandlungen derzeit normalerweise 25% favorisiert.

Bei Verkäufen direkt vom Verlag an die Kunden schüttet Macmillan in Zukunft jedoch mehr als bisher aus: 10% (bis 10.000 verkauften Downloads) bzw. 15% (mehr als 10.000 DLs). Üblich sind bis dato nur 5%.

Nicht nur im englischsprachigen Ausland könnte die Macmillan-Offensive für Diskussionen sorgen und möglicherweise Verlage dazu ermutigen, ebenfalls die Tantiemen (weiter) zu kürzen. Zuletzt hatten beispielsweise Random House und Simon & Schuster die Autorenanteile (auf 25% des Reinerlöses) gesenkt (hier mehr).

Hierzulande liegt für die Verlage die Schmerzgrenze (noch) bei 20%, was vor allem die Schweizer Agenten in eine prekäre Situation bringt, denn vor allem die Amerikaner zeigen sich wenig kompromissbereit. Peter S. Fritz dazu: „Hier gibt es noch sehr viel Klärungsbedarf.“
 
 



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