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Dienstag, 11. Oktober 2011 (11:08 Uhr)


GfK-Forscher durchleuchten den deutschen E-Book-Markt

Nische mit Wachstumspotenzial

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse legt die GfK ein Update ihrer E-Book-Studie vor. Immer noch ist der Markt für elektronische Bücher eine Nische, die Forscher schätzen das Potenzial für E-Books dennoch hoch ein. Vor allem die Ausweitung des Angebots an deutschen Titeln sollte das Wachstum intensivieren, so die Prognose. Die Ergebnisse in Schlaglichtern:

  • Anteil am Gesamtmarkt: Laut Berechnungen der GfK-Forscher lag der Anteil von E-Books am gesamten deutschen Buchumsatz im ersten Halbjahr 2011 bei 0,7 % und erreichte ein Volumen von knapp 13 Millionen Euro. 2010 waren es noch 0,5% des Gesamtumsatzes.
  • Internationaler Vergleich: Damit hinkt Deutschland im internationalen Vergleich deutlich hinterher. Laut der internationalen E-Book-Studie von Rüdiger Wischenbart (hier im Detail) ist der Anteil der E-Books am US-Trade Market zwischen 2008 und 2010 von 0,6% auf 6,4% gewachsen. In Großbritannien liegt der Anteil am gesamten Buchmarkt über 6%.
  • Online-Markt: Von Januar bis Juni 2011 wurde in Deutschland ein Fünftel der Gesamtumsätze des Büchermarktes über Online-Shops generiert.
  • Download-Markt: Insgesamt 187 Mio Euro setzte die Branche mit den Downloads von Musik, Hörbüchern, Software, Games, Videos oder E-Books um, ein Wachstum von 31% gegenüber dem ersten Halbjahr 2010.
  • Verkaufte Dateien: Die Zahl der verkauften Dateien stieg um 30% auf knapp 60 Millionen Stück an. Auf E-Books entfiel im gesamten Download-Markt ein Umsatzanteil von 6%.
  • E-Books: Knapp 13 Mio Euro gaben die Deutschen in den Monaten Januar bis Juni 2011 Jahr für E-Books (ohne Schul- und Fachbücher) aus, insgesamt 1,4 Mio Titel. Die Zahl der Käufer taxieren die Forscher auf 340.000 Personen. Der typische E-Book-Kunde ist laut GfK männlich und zwischen 30 und 49 Jahre alt.
  • Genres: Die Kunden interessierten sich anfangs vor allem für Infotainment-E-Books wie beispielsweise Reise, Ratgeber oder Sachbücher. Seit dem Weihnachtsgeschäft 2010 geht der Trend laut GfK hin zur Belletristik, die derzeit 80% aller bezahlten E-Books ausmacht. Besonders beliebt seien die Themenbereiche Spannung, Science Fiction und Fantasy. Zum Vergleich: Der Umsatzanteil an Unterhaltungsliteratur unter gedruckten Büchern liegt bei knapp 50%.
  • E-Reader: Im Juli 2011 besaßen knapp 800.000 Deutsche einen E-Reader. Im Januar 2011 waren es noch 380.000 Geräte.

Zur Studie: Basis der Analyse ist eine kontinuierliche Befragung von 25.000 Konsumenten in Deutschland zu ihren Einkäufen. Die Ergebnisse werden auf die deutsche Gesamtbevölkerung ab einem Alter von zehn Jahren hochgerechnet. Zum Thema E-Reader und Tablet-PCs wurden in einer Ad-Hoc-Befragung zusätzlich 20.000 Personen im Januar 2011/Juli 2011 befragt.



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