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Verlage
Dienstag, 29. Januar 2013 (10:55 Uhr)


Ravensburger-Buchgeschäft schließt 2012 im Minus ab

Tiptoi-Lieferengpässe bremsen Buch-Sparte aus

Das Geschäft mit Kinder- und Jugendbüchern bei Ravensburger läuft nicht rund. Die Geschäftssparte hat im vergangenen Jahr schlechter als der gesamte Markt abgeschlossen.

Buchgeschäft: –3,1%

Während der deutsche Kinder- und Jugendbuchmarkt im vergangenen Jahr laut Ravensburger 1,8% Umsatz verlor, sanken die Erlöse des Unternehmens in dieser Sparte um 3,1% auf 68,1 Mio Euro (alle Zahlen sind vorläufiger Natur; endgültige Zahlen werden im Mai 2013 publiziert). Verglichen mit den Zahlen aus dem buchreport-Umsatztrend fällt die Diskrepanz der Ravensburger-Bücher zum Schnitt zumindest teilweise geringer aus: Demnach lagen die Umsätze im Bereich Jugend/Alle Age im gesamten Buchhandel 4,3% im Minus, dagegen legten Kinderbücher 0,8% zu.

Die hohe Nachfrage nach den Produkten rund um den Lernstift Tiptoi habe zu Lieferengpässen geführt, ohne die der Geschäftsbereich auf Marktniveau geblieben wäre, heißt es vom Unternehmen. Hinzu komme, dass der Buchhandel Bestände abbaue und vorsichtig ordere.

Dass die Buchsparte vergleichsweise schlecht abschneidet, hatte sich im Verlaufe des Jahres 2012 abgezeichnet. In den ersten drei Quartalen lag das Minus bei 5,6%; seinerzeit hoffte der Verlag, mit einem starken Weihnachtsgeschäft noch die Vorjahresmarke (70,1 Mio Euro Gesamtumsatz) zu erreichen – 2011 hatten die Ravensburger-Bücher noch 6,2% zugelegt.

Gesamte Ravensburger AG steigert Umsatz um 3,1%

Die gesamte Ravensburger AG konnte den Umsatz 2012 um 3,1% auf 330 Mio Euro steigern, auf insgesamt rückläufigen Spielwarenmärkten in Westeuropa. Zu den wachstumsstärksten Produkten gehöre die Lernspielreihe Tiptoi (2,7 Mio verkaufte Produkte) sowie die „3D Puzzle-Bauwerke“, deren Produktion von China in die eigenen Werke von Ravensburger zurückgeholt wurde.

Die Zahlen der andere Sparten:

  • Der größte Ravensburger-Geschäftsbereich Spiele, Puzzles, Beschäftigung (78% Umsatzanteil) wuchs um 3,6% auf 257,7 Mio Euro; während die Nachfrage nach Puzzlen gestiegen sei, hätten die Spiele Umsätze verloren.
  • Im Inland legte dieser Geschäftsbereich um 3,6% (auf 109,8 Mio Euro) zu, im Ausland um 4,4%.
  • Der stark von Sonderaufträgen abhängige Umsatz mit Industriegeschäft und markenloser Handelsware habe fast 10% unter Vorjahr gelegen.

Grundsätzlich bemerkt Ravensburger den auffällig späten Start des Weihnachtsgeschäfts, das sich auf die drei Wochen vor Heiligabend konzentriert habe.

Foto: Ravensburger



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