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Verlage
Sonntag, 23. Dezember 2012 (07:51 Uhr)


Verleger Manuel Herder über die neue Rolle des Buchhandels

„Handel hat einen Sympathievorschuss“

In der Vielfalt der medialen Möglichkeiten müssen sich die Verlage und Buchhandlungen neu orientieren. Der Verleger Manuel Herder glaubt, das Sortiment werde künftig eine größere Rolle als bisher spielen.

Die Daseinsberechtigung erteilen uns natürlich die Leserinnen und Leser. Aber unsere Branche hat ihre Wertschöpfungsmechanismen in einer Zeit entwickelt, als Text und Papier eine technische, physische und damit auch gedankliche Einheit bildeten. Inzwischen wurde die Symbiose von Papier und Text aufgehoben, das gedruckte Wort hat sich vom Papier emanzipiert und deshalb müssen auch Geschäftsmodelle neu gedacht werden.   

Welche Rolle spielt der stationäre Buchhandel in diesem neuen Gefüge?

Wahrscheinlich eine sehr viel größere als bisher gedacht. Seit der vordigitalen Zeit zeichnet den Buchhandel zwischen Südtirol und Greifswald aus, dass er über Nacht ein Buch bestellen kann. Das können heute aber auch die Versender, weshalb die Verfügbarmachung nicht mehr die Kernkompetenz des Handels ist. Er wird stattdessen thematische Welten aufbauen und Anregung bieten. Selbst bei den Lesern, die auf Lesegeräte umgestiegen sind, leuchten die Augen, wenn sie vom Gang durch eine Buchhandlung berichten. Soviel Sympathievorschuss hat kaum eine andere Branche. 

Welche Buchhandlung hat die größte Chance?

Diejenige mit der größten Nähe zum Leser. Im religiösen Umfeld haben sich beispielsweise in den letzten Jahren viele Klosterbuchhandlungen als Themenbuchhandlungen Religion enorm weit entwickelt. Wir erarbeiten mit ihnen in gemeinsamen Aktionen kontinuierliche Umsatzzuwächse. 

Wie können Sie dies als Verlag unterstützen?

Indem wir unsere Marketingkompetenzen bündeln: die vor-Ort-Kenntnis der Händler und das Zielgruppen-Wissen der Verlage. Wenn es gelingt, dieses komplementär zu nutzen, haben beide Seiten etwas davon, weil die Leser etwas davon haben. Wo immer Händler uns gebeten haben, ihnen dabei zu helfen, die Zielgruppe rund um Religion oder Erziehung zu erschließen, sind wir gemeinsam häufig ein gutes Stück vorangekommen. 

Verlage nehmen verstärkt im digitalen Geschäft den direkten Kontakt zum Leser auf. Wächst da eine Konkurrenz für den Buchhandel?

Die Beobachtung ist richtig, gehört aber zu einem größeren Ganzen. Der gesamte Buchmarkt ist in den letzten Jahren stark gewachsen, weil neue Verknüpfungen entstanden sind. Beispielsweise haben ja  auch die Autoren direkten Kontakt zum Leser. Es gibt eine Vervielfältigung der Vermittlungsaktivitäten, die bisher auf Grund der Symbiose von Papier und Wort denen vorbehalten waren, welche die Papierlogistik hinbekamen. Die Arabellion hat aber gezeigt: nicht mehr das bedruckte Flugblatt sondern der gesendete Kurzsatz hat die Machthaber in die Knie gezwungen. 

Ist es vorstellbar, dass der 1801 gegründete Herder Verlag irgendwann keine gedruckten Bücher mehr auf den Markt bringt?

Nein, das wird nicht passieren, denn wir werden immer Leser bedienen, die von uns gedruckte Bücher haben wollen. Das liegt daran, dass gerade im Bereich Kinderbuch oder spiritueller und geistlicher Texte das Buch eine Form der Leseauthentizität bietet, die von den Menschen, für die wir arbeiten, wertgeschätzt wird. Nicht aus versehen spricht man ja davon, dass man sich Wissen aneignet. Ich glaube dass sich unsere Leserschaft bei Texten, die über den Tag hinaus reichen, mit Büchern beschäftigen, ja identifizieren möchten. Ihnen solche anzubieten ist unsere Aufgabe.       

Zur Person: Manuel Gregor Herder

steht seit 1999 in sechster Generation an der Spitze des Herder Verlags. Unter seiner Führung entstanden u.a. 

digitale und Audioprodukte des Verlags.  



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