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Verlage
Donnerstag, 16. Dezember 2010 (17:53 Uhr)


VdÜ streicht Verhandlungsgespräch aus dem Kalender

Der Richter hat das Wort

Der Übersetzerverband (VdÜ) hat das für Januar angesetzte Gespräch zur Übersetzervergütung abgesagt, nachdem mehrere Verlagsvertreter ihre Teilnahme zurückgezogen haben. Dies gab der Verband heute in einer Pressemeldung bekannt.

Zwar werde der Bundesgerichtshof am 20. Januar weitere Urteile zu Vertragsanpassungsklagen einzelner Übersetzer verkünden. Davon unberührt bliebe es weiterhin Aufgabe der Verhandlungspartner, eine gemeinsame Vergütungsregel zu finden, „denn nur diese führt zu dauerhafter Rechtssicherheit und Frieden in der Branche“, heißt es in der Mitteilung. Dennoch werde der VdÜ nach der Urteilsverkündung weiter das Gespräch mit den Verlegern suchen.

Seit Jahren schon streiten der Übersetzerverband und die Verlage über eine gemeinsame Vergütungsregelung für Literaturübersetzer. Die Verlage hätten lieber zunächst intern mit dem VdÜ diskutiert, bevor die Eckpunkte publik gemacht wurden. So hatte sich Fischer-Rechtsexperte Reimer Ochs in einer Mail an den VdÜ-Vorsitzdenden, Schmidt-Henkel, über seine „irritierende“ Öffentlichkeitsarbeit beschwert. Überraschenderweise sei aus dem Meinungsaustausch im privaten Rahmen ein „offizielles Verhandlungstreffen nebst einem Papier als ,Diskussionsgrundlage’“ geworden – von der Absicht habe der Kreis der Eingeladenen nichts gewusst. Nach Ochs hatte auch Random House-Chef Joerg Pfuhl die Teilnahme abgesagt.



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