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Kommentar
Freitag, 19. August 2011 (11:06 Uhr)


Rainer Uebelhöde über die Branchen-Liaison Buch und Game

Plots und Player

Wer starke Plots mehrkanalig inszeniert, vergrößert Zielgruppe und Umsatz: Konfrontiert mit den Grenzen des Wachstums und befeuert von neuen technischen Möglichkeiten wird in vielen Publikumsverlagen gern an diese Formel geglaubt. Auf der Spielemesse Gamescom in Köln loten die Branchen Buch und Game derzeit aus, ob sie stärker voneinander profitieren können.

Dass Verlage Bücher zu erfolgreichen Games produzieren, ist naheliegend und bereits Praxis. Wie weit die Liaison gehen kann, zeigt Random House. In den USA geht die Bertelsmann-Tochter mit dem Spielehersteller THQ neue Wege.

Im Schulterschluss wird ein ganzes Spektrum von Büchern, Graphic-Novels, Online-, Konsolen- und Computerspielen entwickelt. Wenn Story und Protagonisten faszinieren, ist es naheliegend, aus der Buchwelt mehrere Satelliten in die Umlaufbahn zu schießen.

Ein Blick auf den Buchhandel: Bei großen Filialisten, allen voran Thalia, werden im Zuge der Sortimentsausweitung auch Games als Abrunder oder Umsatztreiber getestet. Geringere Margen und das eingeschränkte Remissionsrecht lassen viele kleinere und mittlere Sortimente vor solchen Experimenten allerdings bislang zurückschrecken.

Dabei gibt es beachtenswerte Anknüpfpunkte: Der Bereich Kinder- und Jugendbuch wird von vielen unabhängigen Buchhändlern besonders intensiv beackert. Wie aktuelle Studien belegen, sind Spiele für den Computer oder die Konsole in der Lebenswelt der jungen Leser heute eine Selbstverständlichkeit.

Gleichzeitig nimmt die Bandbreite von Spielen hoher Qualität weiter zu. Warum sollte der Buchhandel, der sich gern mit dem Kompetenzfaktor schmückt, nicht aus einer Hand anbieten, womit sich eine Kernzielgruppe gern beschäftigt?



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