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Verlage
Donnerstag, 30. August 2012 (06:19 Uhr)


Agency-Streit: US-Bundesstaaten und Verlage schließen Vergleich

69 Mio Dollar für E-Book-Käufer

Im Streit um Absprachen zur Erhöhung von E-Book-Preisen haben sich die Verlage Simon & Schuster, Hachette Livre und Harper Collins mit den US-Bundesstaaten geeinigt. Der Vergleich läuft auf eine Zahlung von 69 Mio Dollar an E-Book-Käufer hinaus.

Sollte der Vergleich von einem Gericht abgesegnet werden, würde die Summe an Verbraucher ausgeschüttet, die zwischen April 2010 und Mai 2012 E-Books gekauft haben, berichtet paidcontent.org. Die E-Book-Käufer könnten sich den Kaufpreis erstatten lassen. Der Vergleich werde nicht von Apple, Macmillan und Penguin getragen – die Parteien, die auch auf Bundesebene die juristische Konfrontation suchen.

Wie berichtet, gibt es derzeit mehrere juristische Schauplätze rund ums Agency-Modell: 

  • Die US-Justiz erhob im April 2012 Klage gegen Apple und fünf US-Verlage, weil diese die Preise für E-Books nach Absprache erhöht und damit gegen das Kartellrecht verstoßen hätten. Stand der Dinge: Simon & Schuster, Hachette Livre und Harper Collins haben mit der US-Justiz einen – in der Branche höchst umstrittenen – Vergleich geschlossen, der noch von einem Gericht geprüft werden muss. Daneben kämpfen Apple, Macmillan und Penguin weiter vor Gericht für fixe E-Book-Preise.  
  • Im Mai 2012 reichten US-Bundesstaaten eine Sammelklage gegen die Verlage und Apple ein, die weniger um Kartellrechtsverstöße als den Verbraucherschutz kreist. Hier liegt jetzt ebenfalls ein Vergleich vor.
  • Daneben gibt es noch Klagen von Verbrauchern sowie ein Kartellrechtsverfahren in Europa, in dem offenbar ebenfalls ein Vergleich erzielt werden soll.

Mehr zum Thema im Agency-Dossier von buchreport.de



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