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Verlage
Dienstag, 15. Mai 2012 (13:55 Uhr)


USA: Neue Details in der Klage gegen das Agency-Modell

Was die US-Staaten Apple und Verlagen vorwerfen

Der Sammelklage gegen das Agency-Modell haben sich weitere 17 US-Bundestaaten angeschlossen, berichten US-Medien. Damit ist die Zahl der Kläger auf 31 Staaten gewachsen. Im Zuge der aktualisierten Klageschrift wurden auch neue Details bekannt. 

Die Sammelklage der US-Bundesstaaten, die am gleichen Tag wie die Klage des US-Justizministeriums (hier mehr) eingereicht wurde, beschuldigt die Verlage Hachette Livre, Harper Collins, Simon & Schuster, Penguin und Macmillan sowie Apple, die Preise für E-Books nach Absprache erhöht zu haben. Während das US-Justizministerium vor allem mutmaßliche Kartellrechtsverstöße verfolgt, haben die Staaten insbesondere den Schutz der Konsumenten im Blick, heißt es bei „Paid Content

Im Zuge ihrer aktualisierten Klageschrift haben die US-Staaten neue vermeintliche Indizien für Absprachen innerhalb der Buchbranche vorgebracht. So habe u.a. Penguin-CEO David Schanks im März 2010 den damaligen Chef von Barnes & Noble, Steve Riggio per E-Mail aufgefordert, Sanktionen gegen die Verlagsgruppe Random House zu verhängen, weil diese seinerzeit noch nicht zum Agency-Modell gewechselt war – die Bertelsmann-Verlage schwenkten erst im März 2011 und damit deutlich später als die angeklagten Großverlage zum Agency-Modell um. Der Penguin-Chef habe Barnes & Noble aufgefordert, keine Random-House-Titel mehr zu bewerben. 

Zudem haben die Staaten eine E-Mail vom inzwischen verstorbenen Apple-Chef Steve Jobs veröffentlicht. Darin schreibt er einem Verlagsverantwortlichen, warum dieser zum Agency-Modell wechseln soll. Jobs stellt dem Adressaten drei Alternativen für den E-Book-Verkauf in Aussicht: Entweder man schließe sich mit Apple zusammen und könne E-Books für deutlich über 10 Dollar verkaufen. Oder man bleibe beim Amazon-Modell, müsse aber in Kauf nehmen, dass der Onliner perspektivisch den Verlagsanteil senken werde, um die Aktionäre zu befriedigen. Oder aber die Verlage stoppten den Vertrieb über Amazon. Die Folge: „Haben die Kunden keine Möglichkeit mehr, E-Books zu kaufen, werden sie sie stehlen“, so Jobs.



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