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Mittwoch, 14. Dezember 2011 (10:00 Uhr)


Weltbild-Geschäftsführung will Betriebsvereinbarung statt Tarifvertrag

Arbeitskampf noch vor dem Fest?

Nach Angaben von Verdi hat die Weltbild-Geschäftsführung dem Betriebsrat den Vorschlag unterbreitet, statt eines Zukunftstarifvertrages eine Betriebsvereinbarung zu schließen. Die Gewerkschaft lehnt ab: Laut Betriebsverfassungsgesetz dürfe nur die Gewerkschaft, nicht aber der Betriebsrat Vereinbarungen schließen, die tarifliche Regelungen beinhalten. Weil der Erhalt der tariflichen Bindung ein zentraler Punkt des Zukunftstarifvertrags sei, wäre jede Betriebsvereinbarung in dieser Sache juristisch wertlos. Und also wäre die Vereinbarung für den neuen Eigentümer nicht bindend

Da sich die Geschäftsführung zu den vorgeschlagenen Terminen für eine erste Verhandlungsrunde nicht geäußert habe, so Verdi, würden „weitere Aktionen vor Weihnachten immer wahrscheinlicher“.

Sollten dennoch in Kürze Verhandlungen aufgenommen werden, stünden diese unter großem Zeitdruck. Die Arbeitnehmervertreter wollen so schnell wie möglich den Tarifvertrag unter Dach und Fach bringen, möglichst bevor die konkreten Übernahmeverhandlungen beginnen. Laut „Süddeutscher Zeitung“ sind in Augsburg schon erste Kaufangebote eingegangen. 

Keiner der eingeladenen Bischöfe Reinhard Marx (München) und Konrad Zdarsa (Augsburg) und kein Vertreter der Geschäftsführung waren am Montag bei der Betriebsversammlung in der Augsburger Schwabenhalle vor Ort, dafür jedoch über 1000 Mitarbeiter. Die Arbeitnehmervertreter sehen sich gestärkt, um in Kürze – so zumindest ihr Plan – mit der Chefetage über den Zukunftstarifvertrag (hier mehr Infos) zu verhandeln. 

Es habe eine kämpferische Stimmung geherrscht, berichtet Timm Boßmann, Sprecher der Verdi-Betriebsgruppe bei Weltbild, auf Anfrage von buchreport.de und verweist auf viele Wortmeldungen und konkrete Fragen beispielsweise zu Streiks. Spekulationen über mögliche Käufer seien kaum angestellt worden. Dass sich ein Käufer finde, daran zweifele das Gros der Mitarbeiter nicht. „Seit dem ersten Verkaufsversuch 2008 hat sich viel getan, es ist viel restrukturiert worden. Wir sind mit dem Multichannel-Konzept heute sehr viel weiter als damals“, begründet Boßmann.

Der Konzernbetriebsratsvorsitzende Uwe Kramm (Hugendubel, München) habe die fatalen Folgen einer Zerschlagung der DBH/Weltbild-Allianz skizziert. Nicht nur das gesamte Filialnetz hänge am Tropf von Weltbild – etwa Filialbelieferung und Marketing –, auch der Shop von Hugendubel werde von Augsburg gesteuert.

Mit Sorgen blicken die Arbeitnehmervertreter auch auf die „Säuberung“ des Katalogs – erotische und esoterische Titel sollen nach der Kritik aus Kirchenkreisen rausfliegen. Durch das Zurückführen ganzer Programmteile könnte es wirtschaftlich schwierig werden für Weltbild, so Boßmann. 

Noch vor Weihnachten wollen sich die Betriebsräte mit der Firmenführung rund um  Carel Halff an einen Tisch setzen, um über den Zukunftstarifvertrag zu verhandeln; drei Termine seien angeboten worden. Sollte die Geschäftsführung dies ablehnen, könnte in Augsburg ein Arbeitskampf mit Streiks entbrennen. Boßmann zeigt sich selbstbewusst: Wer das Unternehmen übernehme, werde den Zukunftstarifvertrag schultern müssen – und das werde wiederum die Kirche Geld kosten – weil der Verkaufspreis ohne den Vertrag höher ausfallen würde.

Ob sich die Geschäftsführung allerdings auf die hoch gesteckten Forderungen der Belegschaft einlässt, darf bezweifelt werden, da Übernahme-Interessenten abgeschreckt werden könnten:  

  • Keine betriebsbedingten Entlassungen innerhalb der nächsten vier Jahre
  • Tarifbindung (Einkommen, 37,5 Stundenwoche, 30 Tage Urlaub, Weihnachts- und Urlaubsgeld)
  • Keine Zerschlagung der Unternehmensgruppe
  • Fortbestand aller gültigen Betriebsvereinbarungen (z. B. zur Arbeitszeit, Pausenregelungen, Prämien)
  • DBH-Beteiligungen (Weltbildplus, Hugendubel etc.) bleiben im Konzern
  • Erhalt des Standorts Augsburg

Die Kirchenfürsten müssen sich auf ungemütliche Weihnachtspost gefasst machen: Mehrere Tausend von den Weltbild-Mitarbeitern ausgefüllte Postkarten (Foto) sollen vor und nach dem Fest an die Bischöfe verschickt werden.

Fotos: Verdi



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