Random-House-Chef Joerg Pfuhl sagt Übersetzer-Einladung ab
Korb auch aus München
Weihnachten dürfte für Hinrich Schmidt-Henkel in diesem Jahr etwas betrüblich ausfallen. Nach S.Fischer-Justiziar Reimer Ochs schlägt auch Random-House-Chef Joerg Pfuhl die Einladung zu einem neuen Treffen zwischen Übersetzern und Verlegern im Januar in Berlin aus.
Der Münchner, der in der Dauerdebatte über die angemessene Vergütung zwar nicht von den Verlagen mandatiert wurde, aber dennoch nach außen hin als eine Art Sprecher auftritt, erklärt auf Anfrage von buchreport.de, dass er erst einmal die weiteren Entscheidungen des BGH (u.a. am 20.1.2011) abwarten wolle. „Grundsätzlich finde ich es nicht verkehrt, weiter miteinander im Dialog zu stehen, allerdings sollte dies auf der Grundlage klarer Vorstellungen geschehen, wie denn ein Kompromiss aussehen könnte.“
Der BGH habe bereits in seinen Urteilen im Jahr 2009 klare Vorgaben für die Angemessenheit der Übersetzervergütung gemacht. Darauf habe es der VdÜ ankommen lassen, nachdem er die ausverhandelte Vergütungsregelung habe platzen lassen. „Nun ist der VdÜ mit dem Ergebnis nicht zufrieden und fängt wieder dort an, wo die Gespräche vor sieben Jahren starteten. Ich enthalte mich da eines weiteren Kommentars.“
Fischer-Rechtsexperte Ochs hatte sich in einer Mail an Schmidt-Henkel besonders über die „irritierende“ Öffentlichkeitsarbeit des VdÜ beschwert. Überraschenderweise sei aus dem Meinungsaustausch im privaten Rahmen ein „offizielles Verhandlungstreffen nebst einem Papier als ,Diskussionsgrundlage’“ geworden – von der Absicht habe der Kreis der Eingeladenen nichts gewusst.
Mehr zum Thema im neuen buchreport.express 50/2010, der am Donnerstag erscheint








