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Ausland
Freitag, 06. Juli 2012 (12:51 Uhr)


Frankreich will die Mehrwertsteuer für Bücher wieder senken

Zurück auf Los

Erleichterung bei Frankreichs Buchhändlern und Verlagen: Als einziges Kulturobjekt soll das Buch zu dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 5,5% zurückkehren. Für alle übrigen Kulturgüter soll der neue Steuersatz von 7% bestehen bleiben. Dies gab die neue Regierung bekannt.

In Artikel 24 des der Assemblée nationale am 4. Juli vorgelegten Gesetzestextes ist die Umsetzung der Initiative für den 1. Januar 2013 vorgesehen. Man habe sich für die Einführung zum neuen Jahr entschieden, um der Branche genug Zeit für die erneute Umstellung zu lassen, heißt es darin. 

Die Begründung der Regierung: Der hohe Steuersatz sei für die Buchhändler unzumutbar, die mit geringeren Margen zu kämpfen hätten. Man wolle auf diese Weise Stellenabbau im Buchhandel verhindern.

Die Umstellung kostet den Staat schätzungsweise 50 Mio Euro – ein Loch in der Kasse, dass die Branche aber wert sei: „Die Unterstützung des Buchhandels wird allen den Zugang zur Kultur erleichtern“, hatte die neue Kulturministerin Aurélie Filippetti bereits kurz nach ihrer Ernennung betont.

In dem Gesetzestext wird auch auf die angestrebte Regelung für E-Books eingegangen: „Diese Bestimmung gilt für Bücher jeder Art,einschließlich aller elektronischen.“ Ob auch E-Book-Händler von dem Gesetz profitieren werden, ist jedoch noch unklar: In dieser Woche kündigte die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren wegen der Reduzierung der Mehrwertsteuersätze für E-Books in Frankreich und Luxemburg an.

Wie berichtet, hatte der französische Verlegerverband Syndicat national de l'édition (SNE) prompt mit einer Stellungnahme reagiert, in der er seine Argumente für den ermäßigten Steuersatz für E-Books darlegt.



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