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Donnerstag, 22. Januar 2009 (10:05 Uhr)


Die Buchbranche im Fokus der Medien

Krimi-Queen im Kreuzfeuer

Die schwedische Bestsellerautorin Liza Marklund (Foto) steht unter Beschuss: Die „NZZ“ berichtet von Vorwürfen der Journalistin Monica Antonsson, Marklunds erster Bestseller sei „ein dreister Bluff“. In dem Buch „Die Untergetauchte“ erzählte Marklund die angeblich authentische Geschichte einer Frau (Pseudonym „Mia“), deren Ehe mit einem libanesischen Muslim an dessen Gewalttätigkeit scheitert und die schließlich vor seinen Nachstellungen ins Ausland flieht.

Antonsson behauptet nun in ihrem Buch „Mia – die Wahrheit über die Untergetauchte“, Marklund habe die Geschichte verfälscht, der angebliche Täter sei eher ein Opfer. „Nur knapp sei er einem Mordanschlag von ,Mias’ jetzigem Partner entgangen“, referiert die „NZZ“. Marklund dagegen wirft Antonsson „Charaktermord“ vor.

„Der Streit hält Schwedens Öffentlichkeit in Atem. Während Marklund als Rassistin und Lügnerin angeprangert wird, so dass sie selber von einer ,Treibjagd’ spricht, zeigt ,Svenska Dagbladet’ auf, dass auch Antonssons Pamphlet quellenkritischen Standards nicht standhält. Das Buch sei eine genauso subjektive Parteinahme wie Marklunds Bestseller“, berichtet die „NZZ“.
nzz.ch

 

VERLAGE

Suhrkamp: Gesellschafter Hans Barlach befürwortet öffentlich den Umzug nach Berlin.
fr-online.de



BÜCHER & AUTOREN

Martin Walser hat eine erfolgreiche Lesereise mit vollen Auditorien in China absolviert. Sein Übersetzer Huang Liaoyu erklärt den Erfolg des Schriftstellers im Reich der Mitte damit, dass „von seinem Auftreten her vollkommen dem Idealbild des ,alten Weisen’ entspreche, dem man in China so sehr anhänge.“
„Süddeutsche Zeitung“ (Seite 12)

Günter Grass kritisiert auch nach 20 Jahren immer noch die deutsche Vereinigung. Die „Zeit“ bringt Auszüge aus seinen Tagebüchern von 1990.
zeit.de (Vorabmedlung), fr-online.de

Emine Sevgi Özdamar: Die Berliner Autorin, Schauspielerin und Regisseurin erhält den mit 15.000 Euro dotierten Kunstpreis Berlin 2009.
tagesspiegel.de

Liu Xiabao: Der Präsident des chinesischen PEN ist von der Polizei verschleppt worden. Prominente Kollegen wie Margaret Atwood, Wole Soyinka, Salman Rushdie, Don DeLillo, Umberto Eco und J. M. Coetzee fordern in einem öffentlichen Appell seine Freilassung.
„Süddeutsche Zeitung“ (Seite 11)

Erika Runge: Die Schriftstellerin und Publizistin feiert ihren 70. Geburtstag.
„Süddeutsche Zeitung“ (Seite 12)

Viktor Jerofejew: Der russische Schriftsteller hat die russische Version des „Dschungelcamps“ besucht und bezeichnet sie in einem Erfahrungsbericht angewidert als Abbild der gewalttätigen russischen Gesellschaft.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Seite 29)

Stefan Heym: Stadt Chemnitz plant die Gründung einer Gesellschaft, die das Werk des 2001 verstorbenen Schriftstellers ehren und pflegen soll.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Seite 29)

Oscars: Die Academy verkündet heute die Nominierungen. Chancen sollen „Der Baader Meinhof Komplex“ nach dem Buch von Stefan Aust und Kate Winslet als Hauptdarstellerin in der Verfilmung von „Der Vorleser“ nach dem Roman von Bernhard Schlink haben.
tagesspiegel.de

Elfriede Jelinek: Neues Stück der Nobelpreisträgerin zu Finanzkrise hat in Köln Premiere.
derstandard.at, diepresse.com


ONLINE

Ebay verzeichnet nach schlechtem Weihnachtsgeschäft einen Gewinneinbruch.
ftd.de, handelsblatt.com



MEDIEN & MÄRKTE

Privater Konsum ist der einzige Lichtblick im Jahreswirtschaftsbericht von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos: Er soll 2009 um 0,8% zunehmen.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Seite 13), tagesspiegel.de

Winterschlussverkauf: HDE erwartet ab 26. Januar Rabatte von bis zu 70%.
tagesspiegel.de

Google: Der Internetriese verabschiedet sich von der Vermarktung von Anzeigenplätzen in amerikanischen Zeitungen. Hat sich nicht gelohnt.
„Süddeutsche Zeitung“ (Seite 13)

Apple: Der Computerkonzern legt trotz Wirtschaftskrise erneut Rekordzahlen vor.
handelsblatt.com



SZENE

„Das Kapital“: Ein japanischer Manga-Verlag plant eine Comic-Version des Klassikers als Liebesgeschichte.
derstandard.at

Obama-Gedicht: Dichter Durs Grünbein findet das Inaugurationsgedicht der Lyrikerin Elizabeth Alexander zu popelig. Auch Hannes Stein von der „Welt“ fand es „nicht dicht genug“.
fr-online.de, welt.de



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